Artikel (Review)
StarCraft II - Wings of Liberty
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Review: PC (getestet)
Zwölf lange Jahre mussten Fans des ersten Teils ausharren, bis endlich der Nachfolger veröffentlicht wurde. Und zwölf Jahre lang währte auch bislang die Erfolgsstory von Starcraft, 1998 erschienen und noch im selben Jahr mit der Erweiterung Brood War bedacht. Schnell entwickelte sich das Spiel zum eSport Game Nummer 1. Doch nicht nur in den Multiplayer Part des Nachfolgers wurden große Erwartungen gesetzt, auch eine epische Solo-Kampagne wurde erhofft. Ob sich das lange Warten nun ausgezahlt hat, zeigt unser Test. Jim Raynor, Held aus dem ersten Teil, sieht man die vielen Schlachten an. Er wirkt ausgebrannt und scheint lieber ein Whiskeyglas in der Hand zu halten, als eine Waffe. Erst als er seinen alten Freund Tychus wiedertrifft, ändert sich das und der alte Kampgeist erwacht von neuem. Wieder gibt es Angriffe der Zerg, Mengsk dagegen unterdrückt sein Volk, Rebellen stellen sich dieder Herrschaft entgegen. Und so stellen sich Raynor und seine Gefährten nicht nur gegen die Zerg, sondern auch gegen die Regierung der Terraner und sagt nebenbei auch noch den psi-bewanderten Protoss den Kampf an. ![]() Jim Raynor und die sieben Zerge So kann es auch schon losgehen mit der Einzelspielerkampagne, die aus 26 Missionen besteht. Basis ist hierbei ein Raumschiff, von wo aus die einzelnen Aufträge gestartet werden können. Jedoch hat man auf dem Schiff noch viele weitere Möglichkeiten. Gesteuert wird die komplette Kampagne mit der Maus und Tastatur, hier machen dem virtuellen Krieger diverse Hotkeys das Leben leichter. Auf der Brücke des Schiffs kann man die Missionen starten, stehen verschiedene zur Auswahl, kann man sich für einen der Planeten entscheiden, auf dem die nächste Aufgabe wartet. Im Arsenal kann man das durch Missionen verdiente Geld für Erweiterungen der Truppen oder Gebäude ausgeben. So lassen sich beispielsweise Feuerkraft, Reichweite oder Panzerung erweitern. Im Labor kann man Forschung betreiben, durch das Erfüllen von Nebenmissionen bekommt man Forschungspunkte, die man hier gezielt einsetzen kann. Die Schiffsmesse ist eine Art Kneipe mit allem drum und dran. Auf einem Monitor kann man sich die aktuelle Nachrichtensendung ansehen, in der oft auf die abgeschlossenen Missionen Bezug genommen wird. Bei einem Söldner kann man verschiedene Truppen anheuern, die dann, entsprechende Rohstoffe vorausgesetzt, direkt angefordert werden können. Sogar ein Spielautomat ist vorhanden auf dem man ein Spielchen wagen kann. Und wer genau hinschaut, erkennt bei einer holographischen Gogo-Tänzerin, dass es sich dabei um eine Nachtelfe handelt, WoW lässt grüßen. ![]() Die Missionen bieten eine Menge Abwechslung, die nicht nur durch die Truppen, die im Fortschritt des Spiels immer wieder erweitert werden, sondern vor allem durch die dazugehörige Story und manchmal auch durch wichtige Entscheidungen. So steht man bei einer Mission vor der verhängnisvollen Wahl, ein Volk von mit einer Krankheit infizierten Terranern auszulöschen, um die Epidemie einzudämmen, oder sie zu befreien und eine Ärztin nach einem Heilmittel forschen zu lassen. In der Regel errichtet man in einer Mission zunächst eine Basis, bestehend aus einem Hauptquartier und mehreren Produktionsstätten. Die sogenannten WBFs können dort nicht nur neue Gebäude errichten und reparieren, sondern bauen auch Mineralien ab, die wiederum für neue Einheiten benötigt werden, ebenso wie das Vespingas, für das zunächst Raffinerien errichtet werden müssen. In Gebäuden wie der Kaserne oder dem Raumhafen werden dann die kämpfenden Einheiten fertiggestellt, von einfachen Fußtruppen und Sanitätern, die für deren Heilung im Kampf sorgen, bis zu schweren Belagerungspanzern oder Transportschiffen. Hat man genug Einheiten für die bevorstehende Schlacht produziert, bewegt man sie zum Einsatzort der Karte und der Kampf kann beginnen. Dabei fällt sofort auf, dass die drei Truppenarten, Terraner, Protoss und Zerg, perfekt ausbalanciert sind. Jede Einheit hat dabei ihre Vor- und Nachteile. Hat man eine Mission mit allen Nebenmissionen erfolgreich gemeister, winkt nicht nur die Bezahlung sondern man kann auch diverse Achievements sammeln. Dazu gibt es immer wieder oscarreife Filmszenen zwischen den Missionen. Missionen dauern in der Regel um die 30 Minuten, können aber auch schon mal eine Stunde in Anspruch nehmen, wo man dann nach der Schlacht erschrocken ist, dass schon so viel Zeit vergangen ist, denn die vergeht im Spiel wirklich wie im Fluge. ![]() Hat man die Einzelspielerkampagne gemeistert, kann man sich gleich an die grandiosen Multiplayer-Schlachten machen. Hier gibt es viele Möglichkeiten, für die Terraner, Protoss oder Zerg in den Kampf zu ziehen. So kann man gemeinsam gegen den Computer vorgehen oder steht sich im direkten Kampf gegenüber. Abwechslungsreiche Karten sorgen dafür, dass auch hier so schnell keine Langeweile aufkommt und verkürzen die Wartezeit auf das nächste Addon. ![]() StarCraft 2 hält wirklich alles, was man sich davon versprochen hat. Eine extrem spannende Einzelspielerkampagne mit einer tollen Story, eine klasse Grafik und einem brachialen Soundgewitter in den Schlachten sorgen für die richtige Atmosphäre. Dazu kommt ein fantastische Soundtrack und tolle, motivierte Sprecher. Die Filmszenen zwischen einigen Missionen machen Lust auf mehr, ebenso wie die vielen lieb gewonnenen Charaktere. Und der umfangreiche Multiplayermodus ist sowieso über jeden Zweifel erhaben und dürfte für das Spiel mindestens eine ebenso lange Erfolgsgeschichte wie für den Vorgänger bedeuten. StarCraft 2 ist aller erste Sahne. ![]()
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