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Artikel (Review)

Metroid: Other M


Review: Wii (getestet)

Es gibt nicht viele Spieleserien, die eine derart lange Tradition vorweisen können wie Metroid. Bereits 1986 erschien das erste Spiel, damals noch als Modul für das Nintendo Entertainment System. Der zweite Teil machte den Game Boy 1991 unsicher. Weitere Episoden kamen für die Nintendo Systeme SNES, Game Boy Advance, GameCube, den DS oder zuletzt mit Metroid Prime: Trilogy für die Wii. Darüber hinaus macht die Hauptdarstellerin der Spiele, die Kopfgeldjägerin Samus Aran, einige Gastauftritte in anderen Nintendo Spielen wie Wario Ware oder Super Smash Bros.



Mit Metroid-Other M ist nun ein weiterer Teil der, für Nintendo ungewöhnlich düsteren, Serie erschienen. Also ziehen wir mit Samus in ein weiteres Abenteuer. Unsere Kopfgeldjägerin empfängt ein Notsignal und macht sich gleich auf den Weg zum Ursprung des Signals. In einer verlassenen Forschungsstation angekommen, auf der sich nur noch allerlei schleimiges Getier rumtreibt, wird sie auch schon mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Denn sie ist nicht allein, eine Gruppe von Soldaten ist ebenfalls dort und die steht ausgerechnet unter dem Kommando eines alten Bekannten.



Wiedersehen macht Freude

Das ist kein geringerer als Adam Malkovich, ehemaliger Kommandant von Samus und so etwas wie eine Vaterfigur. Und so schließt sich Samus dem Trupp an und steht wieder unter Malkovichs Kommando, was dieser auch sehr deutlich macht. Und das schränkt auch die Aktionen ein, denn beispielsweise stärkere Waffen können erst eingesetzt werden, wenn es der Kommandant befiehlt.
Gleich zu Beginn fällt einem eine Änderung auf. Gespielt wird nicht in der Ego-Perspektive, sondern man sieht meistens Samus auf dem Bildschirm agieren. Dabei wechselt die Kamera in die jeweils optisch am günstigste Position, was auch hervorragend klappt. Dabei hält man die Wiimote quer, schaltet das Spiel in verschiedenen Situationen doch in die Ego-Perspektive,in dem man die Wiimote auf den Bildschirm richtet, hat man zwar eine beschränkte Bewegungsfreiheit, kann aber wesentlich besser zielen oder Räume untersuchen. So ist die Steuerung optimal gelöst und geht gut von der Hand.



Dabei ist das Spiel zeitweise unglaublich schnell, Samus rast nur so durch die langen Korridore, schiesst dabei Gegner über den Haufen oder legt mal eben kurz ein paar Minenteppiche aus. Aber auch ein paar Adventureelemente hat man dem Spiel verpasst, einige Rätsel müssen gelöst werden und sorgen so für Abwechslung. Grafisch kommt das Spiel prächtig daher und bringt auch brachiale Soundeffekte mit.

Metroid: Other M ist ein würdiger Nachfolger der erfolgreichen Serie. Es gibt jede Menge Action mit unserer liebsten Kopfgeldjägerin, die Grafik kann sich sehen lassen und der Sound dröhnt wuchtig aus den Boxen. Neben vielen Kämpfen gibt es noch einige Rätsel zu lösen, nur der allgemeine Schwierigkeitsgrad ist doch recht hoch. Aber lieber so, als wenn es zu leicht wäre. Absolut genial ist die Steuerung mit der wechselbaren Perspektive. Klasse.


 

Geschrieben von: Bert Werner am 10.09.2010





  

Positiv

  • geniale Steuerung
  • Rätsel sorgen für Abwechslung

 


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