Sie befinden sich hier:  Startseite / Artikel / Allgemein
Artikel (Review)

NHL 11


Review: PS3 / Xbox 360 (getestet)

Der Sommer ist so ziemlich vorbei und schon steht nach Tiger Woods der zweite Titel des 2011er EA Sport Line-Ups in den Läden. Es darf wieder auf jede Menge Pucks eingedroschen werden. Doch wie will EA nach dem fast perfekten NHL 10 noch einen draufsetzen, um die Eishockeycracks zum erneuten Kauf zu bewegen? Wozu das bis dahin beste Eishockeyspiel updaten? EA verspricht rund 200 Neuerungen für NHL 11. Grund genug die virtuellen Schlittschuhe anzuziehen und den Schläger in die Hand zu nehmen.

Bereits seit 1991 beglückt Electronic Arts die Spieler mit ihrer NHL Serie. Das erste Spiel erschien als NHL Hockey für das Sega Mega Drive. 1993 erschien dann auch ein Spiel für den PC. Seit 1995 gibt es jährliche Neuausgaben des Spiels unter dem Namen NHL und der Jahreszahl. Viele Konsolen der jeweiligen Zeit bekamen ihre NHL Spiele. Aktuell kann auf den Konsolen PS3 und Xbox 360 gespielt werden.



Das Eis ist heiß

Vorab, wie auch schon der Vorgänger, ist auch die 2011er Version in Sachen Realität, Grafik und Sound über jeden Zweifel erhaben. Hier gab es allenfalls etwas Feintuning, mehr war auch wirklich nicht nötig. Kommen wir deshalb zu den neuen Features. Mit dem Ultimate Team Modus bekommt man die gleichen Möglichkeiten, die auch schon aus Fifa bekannt sind. In der Ultimate Hockey League kann der Spieler Karten sammeln, die die Spieler seines Teams repräsentieren. Es gibt insgesamt 4000 Spielerkarten, darunter sind Spieler aus der NHL, der CHL und den europäischen Ligen wie der DEL. Mit den Karten stellt der Spieler nun sein Team auf und hat darauf zu achten, dass die Zusammenstellung passt. Fehlgriffe machen sich sofort in der Teamstärke auf dem Eis bemerkbar. In Freundschaftsspielen oder Turnieren kann man sowohl gegen virtuelle als auch reale Gegner antreten und kann bei guten Leistungen Pucks sammeln, mit denen der Spieler weitere Kartenpakete erwirbt. Zu den Spielerkarten kommen auch noch Trainingskarten, mit denen sich die einzelnen Spielerfähigkeiten erhöhen lassen. Karten können auch online mit anderen Spielern getauscht werden.



Als Rookie in die Liga

Es gibt auch wieder den Be-a-Pro Modus. Hier erstellt man sich seinen eigenen Spieler, oder sucht sich einen realen Spieler aus. Die Möglichkeit, wie bei Fifa, sein eigenes Gesicht ins Spiel zu bringen, gibt es aber nicht, macht auch, dank Helm, hier nicht so viel Sinn. Zum Karrierestart kann man entweder seinem Lieblingsteam beitreten, oder fängt ganz unten an. In der Canadian Hockey League gilt es, erste Erfolge zu sammeln um dann beim NHL Entry Draft von einem NHL Team verpflichtet zu werden. Dabei halten Trainer und Agent den Spieler immer über seine Karriere auf dem Laufenden.
Wer lieber im Hintergrund die Fäden zieht, sollte einen Blick auf den Be-a-GM Modus werfen, hier übernimmt der Spieler die Rolle des General Managers und leitet die finanziellen und vertraglichen Geschicke des Teams. Hier kauft und verkauft man Spieler und ist Herr über Unsummen an Budget. Allerdings sollte der Spieler schon gewisse Vorkenntnisse an den Regeln der NHL mitbringen, ansonsten dürfte er am Anfang wie der Ochs vorm Berg stehen.



Kleinholz auf dem Eis

Wie schon oben angemerkt, hat sich am Gameplay nicht viel geändert, die Möglichkeiten beim Bully wurden erweitert und bei einem zu heftigen Schlag kann auch schon Mal der Schläger zu Bruch gehen, dann hat der Spieler aber immer noch die Möglichkeit, den Puck mit dem Fuß zu spielen. Auch die Checks, die man immer wieder gern austeilt, sehen einen Tick besser aus. Fantastisch ist wieder der komplette Sound zu beurteilen. Von den klasse Kommentatoren Gary Thome und Bill Clement, über die gänsehauterzeugende Stadionatmosphäre bis zu den Musikstücken gibt es absolut nichts zu meckern.
Wie in fast jedem Jahr, gibt es auch in dieser Ausgabe bezüglich der integrierten Lizenzen nichts auszusetzen. Außer der NHL, der CHL und diversen europäischen Ligen, ist auch die Deutsche Eishockey Liga wieder mit dabei.

Eigentlich könnte ich das Fazit in einem Satz ausdrücken. Wer das beste Eishockey Spiel sucht, kauft sich NHL 11 und wird zufrieden sein. Punkt. Die riesige Auswahl an Spielmodi, klasse Grafik, ein toller Soundtrack, viele kleine und kleinste Neuerungen gegenüber NHL 2010 machen auch die neue Version wieder zu einem Must-Have für Eishockeyfreunde. Negativ anzumerken ist bei diesem Spiel eigentlich nichts. Fragt man sich nur, wie EA Sports im kommenden Jahr wieder eine Schippe drauflegen will. Aber das habe ich mich vor einem Jahr auch schon gefragt.

 

Geschrieben von: Bert Werner am 21.09.2010





  

Positiv

  • einfach das beste Eishockeyspiel

 


Affenclub.net |Koobi:CMS 7.25 © dream4® | Impressum | Bookmark and Share