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Artikel (Review)

M.U.D. TV


Review: PC (getestet)

Wieder mal nur Mist im Fernsehprogramm? Gerichtsshows, Schuldenberatung, Musikantenstadl und durch Sportclips unterbrochene Dauerwerbesendungen? Klar könnte man ein besseres Programm machen, wenn man einen nur ließe. Warum nicht einfach mal ausprobieren, zumindest im Spiel? Dazu gibt einem M.U.D. TV nämlich die Gelegenheit. Ein TV Sender will geführt werden.

Kennt noch jemand den Klassiker Mad TV? Mittlerweile fast 20 Jahre alt, war es damals ein Mix aus Wirtschaftssimulation und satirischen Seitenhieben auf die Fernsehlandschaft. Klar spielt der Titel M.U.D. TV (M-mad, U-ugly, D-dirty) auf den Klassiker an, doch außer der Gemeinsamkeit mit der comichaften Grafik und dem ähnlichen Titel haben die Spiele nicht mehr viel gemeinsam. M.U.D. TV ist eine richtige Wirtschaftssimulation geworden, nur halt mit nicht so bierernster Grafik.



TV total


Der Spieler verkörpert Matt, der grad frisch von der Uni geflogen ist und nun von Rachegedanken getrieben wird. Also fasst er den Plant, über das Medium Fernsehen die Gehirne der Menschen zu infiltrieren und seine Gedanken einzupflanzen, um so die ganze Welt zu unterjochen. Also heuert man als Programmdirektor beim nächsten TV Sender an und geht an die Arbeit.



Volles Programm

In einem schicken Hochhaus ist der Sender untergebracht und alle Räume sind im Grunde Menüpunkte mit bestimmten Funktionen, die eben aktiviert werden sobald man den Raum betritt. Als hochwichtiger Programmdirektor hat man natürlich auch immer seinen PDA zur Hand, der weitere Menüoptionen aufruft. Nun gilt es, zunächst mit sehr begrenztem Budget, Filme einzukaufen oder Shows zu produzieren, Werbekunden an Land zu ziehen und noch einiges mehr. Schließlich muss täglich ein Sendeablauf mit einer Mischung aus Filmen, Shows, Serien und natürlich Werbung zusammengestellt werden. Das ist nicht ganz so einfach, denn mit dem Programmablauf muss der Spieler bei verschiedenen Zuschauergruppen die Quoten in die Höhe treiben, das gilt für Rentner ebenso, wie für Nerds, Machos und Kinder. Also Quoten, Quoten, Quoten und immer an die Zuschauer denken. Aber auch die Konkurrenz schläft nicht, aber da kann eine kleine Sabotageaktion für Abhilfe sorgen.

M.U.D. TV ist eine recht witzige Wirtschaftssimulation geworden. Das liegt einmal an der ziemlich putzigen Comicgrafik, als auch an einigen netten Einlagen, wie diversen Ähnlichkeiten mit Promis oder Anspielungen auf Filme. Die Steuerung ist recht unkompliziert und so kann man sich voll aufs wesentliche konzentrieren. Und das macht auch eine ganze Weile Spaß, doch meiner Meinung nach hätte es durchaus mehr Seitenhiebe auf das echte Fernsehprogramm geben dürfen. Aber als nicht bierernste Wirtschaftsimulation ist das Spiel durchaus gelungen.

 

Geschrieben von: Bert Werner am 07.04.2010





  

Positiv

  • nette Comicgrafik
  • witzige Umsetzung

 


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