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Artikel (Review)

Chirurgie Simulator 2011


Review: PC (getestet)

Lust auf Doktorspiele? Diese Frage stellte Rondomedia auf der diesjährigen Gamescom und kündigte so den neuen Chirurgie Simulator an. Wer also schon immer mal wissen wollte, wie so eine OP abläuft, welche Arbeitsschritte es gibt und worauf zu achten ist, sollte mal einen Blick auf dieses Spiel werfen. Wir haben es getan.

Und Chirurgie im Computerspiel ist nicht etwa was Neues, es ist beinahe so alt wie die Geschichte der Konsolenspiele. Bereits für das Intellivision Gerät von Mattel gab es von Imagic ein Spiel namens Microsurgeon, in dem Operationen ausgeführt wurden. Nun geht das Ganze aber deutlich realistischer über die Bühne. Also, die Hände desinfizieren, der Patient wartet.



Kommt ein Mann zum Arzt

Bevor der Spieler in den OP gelassen wird, muss er zunächst ein kleines Tutorial spielen. Hier sind zwei einfache Verletzungen am Arm und Bein zu versorgen. Also lernt der Spieler zunächst, wie der zu behandelnde Bereich rasiert und desinfiziert wird, wie Wunden genäht und Verbände angelegt werden. Danach geht es dann an die erste richtige Operation. Ein Blinddarm wartet auf einen Eingriff. In weiteren chirurgischen Eingriffen werden Mandeln entfernt, Krampfadern gezogen oder auch eine Gallenblase entfernt. Und auch Frakturen oder ein Leistenbruch gehören zum Repertoire des virtuellen Arztes. Die Operation läuft in unterschiedlichen Schritten ab, die von einer OP-Schwester vorgegeben werden. Rasur des OP-Bereichs, Desinfektion, Schnitt mit dem Skalpell und so weiter. Während der ganzen Zeit muss man jedoch die Vitalfunktionen des Patienten im Auge behalten und gegebenenfalls die Höhe der Narkosedosierung oder der Infusion erhöhen oder senken. Klappt das nicht, oder macht man bei der OP zu viele Fehler, wird der Eingriff abgebrochen und man muss erneut beginnen. War die OP erfolgreich, bekommt man eine Auswertung mit entsprechender Punktzahl, je nachdem wie genau man gearbeitet hat.
Darüber hinaus gibt es noch ein freies Spiel und ein kleines Lexikon, das die Fachbegriffe, die im Spiel vorkommen, erklärt.



Ich muss gestehen, auf dieses Spiel war ich richtig neugierig, seit ich die erste Ankündigung gesehen habe. Und das Spiel macht durchaus Spaß, hier ist zur Abwechslung mal keine Action angesagt, sondern eine ruhige Hand, wenn man die OP-Schritte mit der Maus genau ausführt. Dazu gibt es je nach Eingriff die unterschiedlichsten Instrumente. Und ein wenig werden zudem noch die Anatomiekenntnisse aufgefrischt. Das Spiel kommt recht realistisch rüber, auch wenn die Grafik der OP-Schwester ein wenig besser hätte sein können. Drei Schwierigkeitsgrade sorgen dafür, dass es nicht zu einfach wird, und bei einigen OPs braucht man schon einige Anläufe. Ein nettes Spiel, abseits von den oftmals einfallslosen Blockbustern.

 

Geschrieben von: Bert Werner am 17.10.2010





  

Positiv

  • abwechslungsreiche Eingriffe
  • Lexikon erklärt Fachbegriffe

Negativ

  • begrenzte Anzahl an Operationen

 


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