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Artikel (Review)

Just Dance 2


Review: Wii

Eine der blödesten Eigenschaften der ernstzunehmenden Fitnesspiele für die Wii ist die Tatsache, dass man in diesen anscheinend nicht ohne einen Body-Mass-Index, tägliches Wiegen und ein gut organisiertes Fitnessprogramm auszukommen scheint. Andere mag das weniger stören, aber mich nervt es schon, ständig unter die Nase gerieben zu bekommen, dass man die Lasagne am Vorabend doch besser durch einen Salatteller ersetzt hätte. Mal davon abgesehen sind die ermittelten Ergebnisse durchaus mit Vorsicht zu genießen: denn viel zu leicht lässt sich häufig “mogeln”, so dass ein leichter Schlenker der Wiimote oft schon genügt, um eine Bewegung erfolgreich durchzuführen. Mal davon abgesehen, dass man immer wieder gern vergißt, dass Muskelmasse schwerer als Fett ist; was bedeutet, dass man – sobald sich die ersten Muskeln ausbauen – zwangsweise erstmal zu- anstelle von abnimmt. Daher ist es schön, dass mit Just Dance 2 nun schon der zweite Teil einer Serie erschienen ist, die auf all diesen Schnickschnack getrost verzichtet, aber dafür genau das bietet, was schon der Titel verspricht: “Einfach nur Tanzen”!



Obwohl das Spiel nur mit dem einfachen WiiMote-Controller auskommt, ist die Bewegungserkennung überraschend genau. Durchweg hat man das Gefühl, dass die durchgeführten Bewegungen auch als solches erkannt werden und das ein wenig “Action” tatsächlich auch belohnt wird.

Ob man nun allein, oder mit Freunden vor dem Fernseher herumhopst ist jedem Spieler selber überlassen. Zwar machen gerade die Duette zu Zweit deutlich mehr Spaß, aber gerade am Anfang dürfte sich so mancher – etwas ungeübtererer Spieler - unbeobachtet wesentlich wohler fühlen als in Gesellschaft. Aber nach ein wenig Training im stillen Kämmerlein oder mit wirklich guten Freunden sollte der einen oder anderen spontanen Party-Tanzeinlage nichts mehr im Wege stehen. Sollte man hierbei das Bedürfnis verspüren, sich in einem kleinen Wettbewerb gegenseitig zu messen, steht dem auch nichts weiter im Wege, denn hierfür gibt es einen eigenen Battlemodus, der verschiedene Möglichkeiten hierfür bietet.



Und für alle, die außer ihren Schweißausbrüchen unbedingt einen weiteren Indikator für ihre erbrachte Leistunge benötigen, gibt es sogar einen kleinen Fitnessmodus. Dieser besteht im wesentlichen daraus, dass man ein wöchentliches Trainingsziel festlegt indem man zwischen drei verschiedenen Programmen (Relax, Leistung und Inensiv) eines auswählt und innerhalb von einer Woche eine vorgegebene Energiemenge 'vertanzt'. Ansonsten ist hier fast alles wie auch im normalen Spielmodus: man wählt einen Song und tanzt das nach, was der Trainer vormacht. Möglichst gleichzeitig, versteht sich... Am Ende winkt zusätzlich zur normalen Punkteanalsye eine Auswertung der Bewegungsintensität, wonach die zu verbrauchende Energie ermittelt wurde. Mit anderen Worten: die Arme auch wirklich hoch zu nehmen und durch die Gegend zu hopsen ist tatsächich hilfreich!

Die Schwierigkeit ist ebenfalls gut ausbalanciert. So ziemlich jeder, vom ungeübten Anfänger bis hin zum geübten Dance-'Profi' wird jeder seine persönlcihe Herausforderung – bezihungsweise sein persönliches Highlight finden. Bringt man außerdem von Haus aus eine gewisse Affinität zum modernen Tanz mit, so dürfte es sich bei diesem Spiel tatsächlich um einen Pflichtkauf handeln; und das selbst für über-25-Jährige, die den “Video-Dance-Hype” der letzten Jahre mehr oder weniger verschlafen haben. Die Musik macht Laune, sämtliche Choreographien passen, angefangen von den Moves, über die Kostüme, bis zur Umgebung, die tatsächlich jedes Mal anders aussehen und gut zueinander passen. Der Stil der einelnen Tänze gehr quer durch die Disco- und Show- Landschaft, so dass vom Hip Hop, über Disco, Boogie, World Dance, bis hin zum “schnöden” Chart-Video-Dance (um nur Wenige zu nennen) ein unglaublich breites Spektrum der unterschiedlichsten Tanzstile gegeben ist. Das liegt selbstverständlich auch an der großen Bandbreite der Songs, die zur Auswahl stehen. Hier findet man ebenfalls für jeden Geschmack etwas Passendes. Bei der vielseitigen Auswahl sind die gut 40 Songs schon fast zu wenig.



Damit ihr euch selber ein Bild machen könnt, findet ihr hier im Anschluß die Playlist:

1.Avril Lavigne – "Girlfriend"
2.Bangles – "Walk Like An Egyptian"
3.Beastie Boys – "Body Movin’ (Fatboy Slim Remix)"
4.Benny Benassi presents “The Biz” – "Satisfaction"
5.Blondie – "Call Me"
6.Katti Kalandal – " Bollywood "
7.Boney M. – "Rasputin"
8.Mugsy Baloney – " Charleston "
9.Cher – "The Shoop Shoop Song (It’s In His Kiss)"
10.Digitalism – "Idealistic"
11.Donna Summer – "Hot Stuff"
12.Elvis Presley – "Viva Las Vegas"
13.Fatboy Slim – "Rockafeller Skank"
14.Franz Ferdinand – "Take Me Out"
15.Harry Belafonte – "Jump In The Line"
16.Ike & Tina Turner – "Proud Mary"
17.James Brown – "I Got You (I Feel Good)"
18.Jamiroquai – "Cosmic Girl"
19.Junior Senior – "Move Your Feet"
20.Justice – "D.A.N.C.E."
21.Ke$ha – "TiK ToK"
22.Mardi Gras – "Iko Iko"
23.Marine Band – "Sway (Quien Sera)"
24.MIKA – "Big Girl (You Are Beautiful)"
25.Outkast – "Hey Ya!"
26.Quincy Jones & His Orchestra – "Soul Bossa Nova"
27.Baby Girl – " Reggaeton "
28.Rihanna – "S.O.S."
29.Snap! – "The Power"
30.Dagomba – " Sorcerer "
31.Studio Allstars – "Jump"
32.Studio Musicians – "Crazy In Love"
33.Studio Musicians – "Jungle Boogie"
34.Supergrass – "Alright"
35.The Frighteners – "Monster Mash"
36.The Hit Crew – "Holiday"
37.The Hit Crew – "Toxic"
38.The Jackson 5 – "I Want You Back"
39.The Pussycat Dolls – "When I Grow Up"
40.The Rolling Stones – "Sympathy For The Devil (Fatboy Slim Remix)"
41.The Ting Tings – "That’s Not My Name"
42.The Weather Girls – "It’s Raining Men"
43.Vampire Weekend – "A-Punk"
44.Wham! – "Wake Me Up Before You Go Go"

 

Geschrieben von: Stephanie Kons am 25.10.2010





  

 


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