Artikel (Review)
Silent Hunter 5
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Review: PC (getestet)
Seit 1985 das MicroProse Spiel Silent Service auf dem C64 für Furore sorgte, erfreuen sich U-Boot Simulationen auf dem Computer immer wieder großer Beliebtheit. Mit Silent Hunter 5 ist nun der neueste Vertreter der Gattung von Ubisoft erschienen. Grund genug für uns, die Tanks zu fluten uns auf Tauchstation zu gehen. Im Spiel übernimmt man das Kommando über ein deutsches U-Boot im zweiten Weltkrieg. Schauplatz ist zum überwiegenden Teil der Nordatlantik, wo man auf der Jagd nach Handelsschiffen ist. Im fünften Ableger kommt die Grafik in 3D daher und man kann in der Ego Perspektive durch das ganze, sehr detailliert aussehende, U-Boot laufen. Natürlich ist man nicht allein an Bord, allerlei Besatzungsmitglieder versehen ihre Tätigkeiten auf dem Schiff. Alles auf Gefechtsstation Rollenspielähnlich erhalten wir für versenkte Schiffe Erfahrungspunkte, die wir auf unsere Mannschaft verteilen können. So kann ein Ingenieur schneller Reparaturen durchführen oder der Navigator erhöht nach einem Upgrade die Tauchtiefe des U-Bootes. Auf den Spaziergängen durch das Boot sollte man auch die Gelegenheit nutzen, mit den einzelnen Mannschaftsmitgliedern zu reden, um deren Moral zu heben. Denn sonst kann es durchaus passieren, daß ein Teil der Mannschaft mitten im Gefecht demoralisiert den Dienst verweigert. Historisch kommt das Spiel dabei teilweise korrekt daher. Die Kampagne, sie soll rund 50 Stunden dauern, geht bis 1943. Und die Routen, die man befährt, um Handelsschiffe zu versenken sind auch so belegt. ![]() Torpedos los Mit Zielhilfe trifft man die feindlichen Schiffe relativ problemlos. Dank einem übersichtlichen Interface lassen sich alle Funktionen bequem anwählen. Möchte man jedoch ohne jede Hilfe feuern, wird man kaum einmal einen Treffer setzen, denn die ganze Zielkoordination ist dann eine Mischung aus Rechen- und Ratespiel. Und das mindert den Spielspaß doch schon arg. Also sollte man doch nicht gleich alle Hilfen deaktivieren. Hat man einen oder mehrere Torpedotreffer platziert, sinken die Schiffe nach grafisch imposanten Explosionen, was besonders nachts ein echter Hingucker ist. Jedoch ist ein sinkendes Schiff dann auch gleich wieder bug geplagt, denn es ist schon etwas seltsam mitanzusehen, wie auf dem Decke eines sinkenden Schiffes immer noch Crewmitglieder rumlaufen, unter Wasser wohlgemerkt. ![]() Der Kopierschutz Leider muß man auch den neuen Kopierschutz von Ubisoft erwähnen, der eine dauerhafte Internetverbindung voraussetzt. Das wäre auch nicht weiter schlimm. Doch man muß sein Spiel an einen erstellten Account binden und damit wird ein Weiterverkauf ausgeschlossen. Eine weitere negative Nebenwirkung war der Totalausfall der Server Anfang März, der ein Spielen unmöglich machte. Da sollte sich Ubisoft schnellstmöglich etwas anderes einfallen lassen. Ich habe mich sehr auf Silent Hunter 5 gefreut. Und ich bin von dem Spiel einerseits begeistert, andererseits aber durch einige Bugs erstaunt. Die Grafik sieht klasse aus, das U-Boot ist sehr detailliert und auch die Feindschiffe sehen korrekt aus. Das integrierte Rollenspielelement mit der Möglichkeit, EPs an Mannschaftsmitglieder zu verteilen, ist eine tolle Idee. Auch die Einsteigerfreundlichkeit ist zu begrüssen. Es sollten aber doch noch ein paar Fehler ausgemerzt werden, wie zum Beispiel bei der KI der Gegner.
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