Bioshock 2
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Review: PC / XBox360 / PS3 (getestet)
Einziger Quell an Nachschub von Adam waren nun die Little Sisters. Einst normale Kinder, wurden sie genetisch angepasst und dazu benutzt, fortan aus den zahlreichen Leichen in Rapture die Droge zu extrahieren. Das machte sie natürlich zu Zielscheiben für jeden Drogensüchtigen in der Stadt, und darum wurde jeder Sister ein Beschützer zur Seite gestellt. Männer, die nichts mehr zu verlieren hatten, wurden mit Adam vollgepumpt und in einen waffenstarrenden Tiefseetaucheranzug gesteckt, der für immer ihre neue Haut sein sollte. Vollkommen auf seine Little Sister konditioniert tut er alles, um sie zu schützen, wenn es sein muss mit seinem Leben. Stirbt die Sister, stirbt auch ihr Daddy. Wiedergeboren Die Story von Bioshock 2 beginnt zehn Jahre nach dem ersten Teil. Nach dem Tod von Andrew Ryan und der Befreiung der Little Sisters hat sich einiges in Rapture verändert. Eine neue Gruppierung um Sophia Lamb hat die Macht an sich gerissen. Statt Egoismus und Kapitalismus wird nun Moral und Religion gepredigt, die Brutalität des Systems ist aber gleich geblieben. Die Stadt ist noch herunter gekommener als früher, viele Teile sind mittlerweile komplett geflutet. Als ihr das erste mal inmitten dieses Chaos die Augen öffnet, blickt ihr durch das Sichtfenster eines Taucherhelms. Ihr seit in die Haut aus Stahl, Leder und Nieten eines Big Daddys geschlüpft, genauer gesagt in die Haut des allerersten Daddys, dem Prototypen aller weiteren Beschützer. Alles, woran ihr euch erinnern könnt, ist eine Pistole, die ihr euch vor zehn Jahren an die Schläfe gehalten habt, das entsetzte Gesicht eurer Sister , ein Schuss und dann - Dunkelheit. Schon bald erfahrt ihr über Funk den Grund für eure Wiedergeburt. Eine gewisse Frau Dr.Tennenbaum hat euch zurück ins Leben geholt, da jemand wieder angefangen hat, kleine Mädchen von der Oberfläche zu entführen und in Little Sisters umzuwandeln. Zunächst ist nicht klar, warum deswegen ausgerechnet ihr zurück geholt wurdet, aber wer schon den ersten Teil gespielt hat, der ahnt dass sich hinter der ganzen Geschichte mehr verbirgt, als es zunächst den Anschein hat. Im Körper des Feindes Doch zunächst gilt es, sich im neuen, nur vermeintlich schwer fälligen Körper zurecht zu finden. Als Prototyp genießt ihr einige Vorteile, die normalen Big Daddys nicht gegönnt sind. Ein größtenteils freier Wille zum Beispiel, oder die sehr nützliche Möglichkeit, Plasmide einzusetzen. An eurem rechten Arm befindet sich nun ein gigantischer Bohrer, mit dem ihr euch zu Beginn recht wirkungsvoll gegen die ersten Gegner zur Wehr setzen könnt. Während der Erkundung der Umgebung macht ihr dann die erste Begegnung mit einer völlig neuen Gefahr. Eine Big Sister stellt sich euch in den Weg, ebenso gepanzert wie ihr, aber deutlich agiler, flinker und damit gefährlicher als alles andere in Rapture. Und sie ist wenig begeistert davon, dass nun ein weiterer Daddy durch ihr Revier streift. Sie bringt eine große Glaskuppel zum bersten und spült euch auf den Boden des Ozeans. Dank eures Anzugs lässt ihr euch davon aber nicht beeindrucken und stampft zur nächsten Luftschleuse, um euch weiter durch die Stadt zu kämpfen.
Moralische Entscheidungen Wenn ihr auf eine Little Sister trefft, werdet ihr vor die Entscheidung gestellt, die Kleine zu adoptieren oder auszubeuten. Während letzteres schnelles, aber wenig Adam bringt (vom schlechten Ruf im Kindergarten ganz zu schweigen), bindet euch die Adoption für kurze Zeit an die Sister. Per Pheromonspur lotst sie euch zur nächsten frischen Leiche, um dort ihr Adam abzuzapfen. Doch sobald sie mit ihrem Werk beginnt, werden sämtliche Splicer in der Gegend angelockt. Um gegen diese Bedrohung gewappnet zu sein, solltet ihr die Umgebung vorher ausführlich mit Minen und Minigeschützen spicken, denn teilweise werden sie in Horden kommen. Nützlich ist da auch die aufrüstbare Fähigkeit, Feinde zeitweise auf eure Seite zu ziehen und so Hilfe im Kampf zu bekommen. Hat die kleine Schwester genug Adam gesammelt, bringt ihr sie zurück zu einer der zahlreichen Lüftungsschächte der Stadt. Dort werdet ihr erneut vor die Wahl gestellt, das Kind laufen zu lassen, oder sie zu töten und ihre Vorräte an Adam zu stehlen. Diese Entscheidung solltet ihr weise treffen, hat sie doch immer Auswirkung auf den weiteren Spielverlauf und einem alternativem Ende. An diversen Stellen im Spiel stellt sich euch eine Big Sister entgegen. Dieses Ereignis wird immer mit Schreien und erzittern des Bildschirms angekündigt, für euch ein Zeichen alle Waffen zu laden und vielleicht noch eine Medikit zu benutzen. Denn diese Kämpfe haben es in sich und fordern mehr von euch, als dumpfes ballern. Viel zu schnell weicht sie euren Attacken aus und greift euch mit gewaltigen Sprüngen von hinten an. Eine ruhige Hand und cleverer Einsatz von Plasmiden und der Umgebung sind der Schlüssel zu diesen Kämpfen. Dafür ist die Belohnung jedes mal guter Dank für eure Mühen, neben Geld und Ausrüstung haben die großen Sisters immer Adam bei sich, mit dem man sich beim nächsten Automaten wieder genetisch verbessern kann. So dreht sich die Spirale immer weiter in Richtung des fulminanten Finales, doch wer den ersten Teil kennt weiss dass immer dann, wenn es zu Ende sein scheint, etwas völlig Unerwartetes geschieht. Kolben und Federn Bioshock 2 basiert wie sein Vorgänger auf der Unreal 3 Engine, bietet aber einiges mehr an Details und Effekten. Trotzdem lässt sich ihr Alter nicht mehr ganz verleumden, was aber der Grafikpracht keinen Abbruch tut. Bioshock-Veteranen fühlen sich direkt wieder wie zu hause, was auch daran liegt, das dankenswerter weise die gleichen Synchronsprecher wie in Teil eins benutzt wurden. Die machen ihre Arbeit immer noch ganz hervorragend, die Atmosphäre zieht durch die Sounduntermalung sogar noch einen Ticken an.
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Kommentare


Ohne zu viel zu verraten, keine Sorge, aber den letzten Satz des Spiels darf man glaube ich zitieren: "... und in unserer Geschichte war Rapture nur der Anfang." Fortsetzung! Und außerdem ist es immer schön, wenn eine Geschichte mit dem Wort "Anfang" endet.