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Megamind (Review)


Der Film war noch nicht in den deutschen Kinos, da brachte THQ auch schon das passende Spiel in die Regale. Es erzählt die Geschichte des blauen Außerirdischen Megamind, der als Kind gleichzeitig mit einem anderen Alien-Baby auf der Erde ankommt. Doch während das andere Kind zum gefeierten Superhelden Metroman heranwächst, bleibt für Megamind nur die Rolle des Erzschurken übrig. Nach erbitternden Kämpfen gelingt ihm schließlich das, was Bösewichten für gewöhnlich verwehrt bleibt: er besiegt seinen Rivalen. Doch bald stellt Megamind fest, dass ein Leben als Superbösewicht ohne Gegenspieler wenig Sinn bietet, und klont sich aus Metromans DNS einen neuen Gegner. Zu seinem Entsetzen muss er aber feststellen, dass der neue Superheld Titan ebenfalls die Herrschaft über Metro City im Sinn hat. Also wechselt er gezwungener maßen die Seiten und bekämpft als neuer Held seine eigene Kreation.
 


Um diesen aufzuspüren muss er aber erst mal seine Aufspürmaschine wieder beschaffen, die bei einem Überfall auf sein Geheimversteck erbeutet wurde. Wie passend, dass momentan die beteiligten Gangs Chaos auf den Straßen verursachen. So zieht dann der frischgebackene Superheld los, um unter den Schergen der Superschurken ordentlich auf zu räumen. Dreh- und Angelpunkt all seiner Aktionen ist sein Unterschlupf, in dem er neue Missionen plant oder sein Equipment verbessert. Sein getreuer Fisch Minion steht ihm dabei stets mit Rat und Tat zur Seite. In den linear aufgebauten Levels muss Megamind nun gegen Horden von Gegner das Ende erreichen und dabei das ein oder andere, sehr einfache, Rätsel lösen. Insgesamt vier verschiedene Waffen stehen dabei zur Auswahl, vom einfachen Blaster, über einen Elektroschocker, eine Schrumpfkanone bis zum windigen Sturmhandschuh. Allerdings kann man diese Waffen nicht frei wählen, sondern wird vom Spiel stets in eine bestimmte Gattung gezwungen. Andersfalls steht man vor dem nächsten verschlossenen Tor, welches man nur mit einer bestimmten Waffe öffnen kann. Insgesamt stellen sich unserem Antihelden drei verschiedene Endgegner in den Weg, bis schließlich die ultimative Konfrontation mit Titan ansteht.



Technisch ist das Lizenzspiel solides Handwerk, das sich keine groben Schnitzer erlaubt, aber auch nicht wirklich heraus sticht. Die Welt von Megamind ist bunt, und ständig explodiert oder zerfleddert etwas unter großem Getöse. Trotzdem wirkt die comicartige Grafik detailarm und besteht aus den immer gleichen Elementen. Auch die Widersacher scheinen allesamt aus der Klonfabrik zu stammen, den egal ob böse Bauarbeiter, miese Musiker oder kiebitzige Kellner, mehr als zwei oder drei verschiedene Gegnertypen gibt es nie zu sehen. Der Ton rumst anständig aus allen Surround-Boxen und bietet viele Sprachsamples, die sich aber öfters wiederholen und irgendwann nerven. Die Steuerung ist angenehm einfach gehalten, mehr als den Analogstick und drei Tasten werden vom Pad nicht gebraucht.
Alles in allem ist Megamind recht einfach geworden, ein schneller Happen für Zwischendurch. Und so dürften auch unerfahrenere Spieler den Abspann nach zwei Abenden bequem sehen können. Danach kann man dann noch seine Fähigkeiten in fünf verschiedenen Minispielen unter Beweis stellen, etwa in einer kleinen Rennsequenz durch Metro City. Oder man spielt mit nochmal im Koop-Modus, um zusammen mit dem zweiten Spieler Bonus-Item zu sammeln, die vorher nicht zu erreichen waren.

 

Geschrieben von: Dirk Kons am 14.12.2010





  

 


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