Artikel (Review)
Splinter Cell: Conviction
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Review: PC / Xbox 360 (getestet)
Einige Zeit ist vergangen, seit man auf der Gamescom im vergangenen Jahr die ersten Szenen mit einigen Neuerungen im Spielsystem in einem kleinen Kino bewundern konnte. Und die Erwartungen an das Spiel wurden auf Grund der vielen Ankündigungen von Ubisoft in immer größere Höhen getrieben. Nun ist das Spiel endlich da und wir haben natürlich gleich die Xbox angeschmissen und einen ausführlichen Blick darauf geworfen. So, erstmal das Cover von der Folie befreien und beim Öffnen tritt auch gleich schon Erfreuliches hervor. Das Spiel hat ein Wendecover. Sammlern ist das riesige Freigabesiegel, das sich auf der Forderseite des Covers befindet seit jeher ein Dorn im Auge. Also das Cover umgedreht und schon stört kein roter Fleck mehr die Sicht auf die Grafik. Als nächstes liegt dem Spiel netterweise eine Einladung zum Beta-Test des Spiels Ghost Recon-Future Soldier bei, wird natürlich auch gern genommen. So fängt der Spaß schon vor dem Spielen an. Aber nun ans Eingemachte, rein mit der Disc in die Xbox und nach einer Aktualisierung geht es los. Sam Fisher ist sauer Jahrelang war Sam Fisher Agent für den Geheimdienst Third Echolon. In den bisherigen Splinter Cell Spielen ging es immer darum, Aufträge seines Arbeitgebers zu erfüllen. Doch bei Conviction ist alles anders. Sam hat seinen Dienst quittiert. Er verfolgt nur noch ein persönliches Ziel, herauszufinden, wer seine Tochter Sarah getötet hat, und warum. Die ersten Spuren werden auf Malta verfolgt. Hier beginnt auch das Spiel. Nachdem man eine von drei Schwierigkeitsstufen gewählt hat, findet man sich auch schon in einem malteser Café wieder. Überraschend erreicht Sam dort ein Anruf. Die bekannte Stimme gehört seiner Ex-Kollegin "Grim" und warnt ihn vor sich nähernden Feinden. In dem nun folgenden Spielabschnitt wird dem Spieler die Steuerung nähergebracht, wie man Deckung sucht, oder Feinde im Nahkampf ausschaltet. Hier sieht man auch gleich eine Neuerung des Spiels. Texte werden nicht mehr einfach eingeblendet, sondern auf Wände oder Gegenstände in der Umgebung projiziert. Das macht nicht nur optisch was her sondern auch den Spielfluss angenehmer, denn nun kann man sich einfach nur noch auf das Spiel konzentrieren und liest die Texte quasi im Vorbeigehen. ![]() Hide and Seek Eine weitere Neuerung ist der Wechsel zwischen Licht und Schatten. Splinter Cell Veteranen kennen sicher noch das Gerät "Stealth-O-Meter", eine Anzeige, wann man für seine Gegner sichtbar ist, und wann nicht. Das gehört der Vergangenheit an. Zunächst mal ist der Wechsel zwischen Licht und Schatten überall zu sehen. Geht Sam Fisher in den Schatten und ist für seine Gegner nicht zu sehen, wechselt die ganze Optik auf schwarzweiß. Tritt er in einen einsehbaren Bereich, kommt die Farbe wieder. So weiß man immer sofort, woran man ist. Macht man dann doch einmal einen Fehler und wird vom Feind für einen Moment gesehen, kann man sofort die Position wechseln. Auf der letzten Position, auf der der Feind unseren Sam erspäht hat, bleibt ein geisterhafter Schatten, der anzeigt, wo der Feind nun unseren Mann vermutet. So kann man seine Gegner wunderbar in eine Falle locken. Klasse. ![]() Markieren und Ausschalten Die nächste Neuheit im Spiel, die einem das Exagentenleben erleichtern wird ist die Funktion Markieren und Ausschalten. Dafür ist es erstmal erforderlich, einen Gegner im Nahkampf auszuschalten, was gegen einen einzelnen Gegner kein Problem darstellt. Damit hat man die Option aufgeladen. Nun kann man zum Beispiel in einen Raum spähen, das geht auch schonmal mit einem geklauten Autospiegel unter der Tür hindurch und markiert per Tastendruck die im Raum befindlichen Feinde. Je nach Waffe, die Sam dabei hat, kann eine bestimmte Anzahl Gegner markiert werden. Dann die Y-Taste gedrückt und Sam streckt mit seiner Waffe, grafisch sehr eindrucksvoll, in einer einzigen Bewegung nieder. Das sieht nicht nur, wie schon erwähnt, toll aus, sondern ist auch ein wichtiges Element, um mehrere Gegner auszuschalten. Es kommt auch immer wieder vor, dass Sam Fisher einen Gegner verhören muss. Wer Jack Bauer aus der Serie "24" kennt, kann sich eine Vorstellung darüber machen, was Sam so alles in Petto hat, um an die gewünschten Informationen zu kommen. Gleich zu Beginn des Spiels macht ein Gegner bei einem Verhör so allerlei Gegenstände in einer Herrentoilette kaputt. Mit seinem Kopf. Sam Fisher hat in diesem Spiel nun wahrlich keine Samthandschuhe dabei. ![]() Multiplayer Splinter Cell: Conviction bietet nicht nur eine extrem spannende Einzelspielerkampagne sondern hat auch für mehrere Spieler einiges zu bieten. Da gibt es einmal einen Storymodus für zwei Spieler. Dieser Modus spielt zeitlich vor der Einzelspielerkampagne und führt zwei Spieler nach Russland, wo Agent Archer mit einem russischen Kollegen vier gestohlene EMP Waffen zurückbringen muss. Hier ist genaues Teamwork beider Spieler erforderlich, um die Aufgabe zu lösen. Dann gibt es noch die "Deniable Ops", die sowohl allein als auch mit einem Partner gespielt werden können und vier Modi bieten. So müssen bei "Hunter" alle Gegner auf der Karte ausgeschaltet werden. Bei "Last Stand" gilt es, ein EMP vor heranstürmenden Gegnern zu schützen. Bei der "Infiltration" müssen alle Gegner auf der Karte ausgeschaltet werden, ohne entdeckt zu werden. Im vierten Modus, "Face-Off" schließlich bekämpfen zwei Spieler nicht nur diverse Gegner, sonder auch sich gegenseitig. Ich habe bislang alle Splinter Cell Spiele gespielt, und fand auch alle recht gut, aber was Splinter Cell: Conviction zu bieten hat, sucht wahrlich seines Gleichen. Da gibt es eine extrem spannende Story um einen Sam Fisher, den man so noch nie gesehen hat. Viele neue Ideen wie die Möglichkeit Gegner zu markieren oder die Licht- und Schattenspiele tun dem Spiel auch gut. Fantastische Grafik und ein toller Sound mit hervorragenden Sprechern tun ihr übriges. Dann gibts noch diverse Multiplayermodi dazu, die diesmal sogar eine eigene Story bieten, da gibts nichts zu meckern. Ich vergebe wirklich nicht gern die Bestnote, aber Splinter Cell: Conviction hat sie sich redlich verdient, mit einem dicken Plus dahinter.
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