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TRON - Rückkehr des KultsVor kurzem ist der Film Tron Legacy in den Kinos gestartet, natürlich, wie es wohl heute sein muss, in 3D. Klar, dass es dazu auch die passenden Videospiele gibt. Doch nicht jeder weiß, dass Tron schon vor fast 30 Jahren für Aufsehen sorgte, besonders natürlich unter den Fans von Computern und Videospielen. Und zu der Zeit war es nicht gerade selbstverständlich, dass in jedem Haushalt ein oder mehrere Computer standen. Ich habe 1982 ein Atari VCS System gehabt, den König unter den Videospielsystemen, auch wenn es mit dem Intellivision bereits ein technisch fortgeschritteneres Gerät gab. Auch mein erster Computer kam 1982 in mein Kinderzimmer, ein Sinclair ZX81 mit satten 2 Kilobyte Hauptspeicher und Folientastatur. Wenn man sich dann die Bilder des ersten Tron Streifens im Kino ansah, kam man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Solche Effekte hatte man nie zuvor gesehen.
Fast 30 Jahre später sind solche Special Effects kein Problem mehr, die Geräte von damals sind museumsreif und trotzdem folgt ein neuer Teil des Films. Grund genug, mal einen Blick auf den Tron Kult zu werfen. ![]() TRON Der Film Tron erschien 1982 in den deutschen Kinos. In den Hauptrollen spielten Jeff Bridges (Kevin Flynn / Clu), Bruce Boxleitner (Alan Bradley / Tron) und David Warner (Ed Dillinger / Sark). Regie führte Steven Lisberger, der hörenswerte Soundtrack stammt von Wendy Carlos. Kevin Flynn ist ein Programmierer, der bei der Firma Encom gefeuert wurde. Nun sucht er nach Beweisen, dass Ed Dillinger einige Computerspiele, die von Flynn programmiert wurden, gestohlen und als seine eigenen ausgegeben hat. Das brachte ihm schliesslich den Posten des Firmenpräsidenten ein. Also schreibt Flynn ein Programm, dass er in das Master Control Program des Hauptrechners von Encom einspeisst. In diesem Programm, kurz MCP genannt, leben alle Unterprogramme in einer virtuellen Welt und sehen ihren Usern erstaunlich ähnlich. Zusammen mit seinen Freunden Alan und Lora setzt Flynn das Überwachungsprogramm Tron auf das MCP an. Dabei geht jedoch einiges gehörig schief, denn das MCP setzt sich zur Wehr. Flynn wird mit einem Laser digitalisiert und findet sich als Programm im Inneren des Computer wieder. Dort soll er an Videospielen teilnehmen, bis er schliesslich stirbt. Flynn setzt nun seine Hoffnung darin, Tron zu finden und gemeinsam mit dem Programm das MCP lahmzulegen. Mit der Hilfe weiterer Programme gelingt es den beiden, Kontakt zur Aussenwelt aufzunehmen und so den letzten Schlag gegen das MCP vorzubereiten. Die spektakulärsten Szenen im Film sind die der verschiedenen Videospiele, die die Programme im Inneren des Computers austragen müssen, wie die Duelle mit den tödlichen Discs, oder die Rennen mit den Light Cycles. Besonders letztere haben eine Berühmtheit weit über den Film hinaus erlangt und fanden Einzug in die Popkultur. Für die frühen Achtziger bot der Film überaus erstaunliche visuelle Effekte und ein einzigartiges Design. Computergenerierte Bilder stecken damals noch in den Kinderschuhen, und Tron war einer der ersten Filme, die diese in größerem Unfang auf die Leinwand brachte. Die Rechenleistung dafür erbrachte eine DPD-10, ein 36-Bit-Großrechner der seinerzeit als Supercomputer galt und ganze Räume einnahm. Trotzdem kamen weniger Effekte aus dem Rechner als man zunächst annehmen könnte, das meiste war noch analoge Handarbeit. Die Live-Action Szenen im Inneren des Computer wurden in schwarz/weiß gedreht, dann Bild für Bild vergrößert und von Hand um alle technischen Details erweitert, wie zum Beispiel die charakteristischen Leuchtlinien auf allen Kostümen. Die so retuschierten Bilder wurden danach von hinten beleuchtet und abfotografiert, bis sich wieder eine bewegte Sequenz daraus ergab. Für eine Sekunde Film waren 24 Bilder nötig. Durch die daraus resultierende gigantische Menge an Arbeit wurde das Verfahren nicht oft angewendet, was zu dem einzigartigen Look von Tron beiträgt. TRON - Die Spiele Der erste Film sprach natürlich hauptsächlich Videospieler an, da war es nur logisch, daß auch passende Spiele erschienen sind, schließlich war der Boom der Spiele gerade auf einem Höhepunkt. Gleich drei Spiele kamen für Mattels Intellivision System heraus. Da wäre zunächst einmal Maze-a-Tron. Der Spieler übernahm die Rolle von Kevin Flynn und hatte die Aufgaben, Nullen in einem Labyrinth zu sammeln, um damit den Speicher des MCP zu löschen. Was sich einfach anhört, war aber komplexer als angenommen. Und mit laufender Spielzeit wurde auch der Schwierigkeitsgrad knackiger.Das zweite Intellivision Spiel war Deadly Discs, in dem der Spieler als Tron mit seinem Diskus gegen allerlei Programme antritt. Als drittes Spiel im Intellivision Bunde erschien noch Solar Sailer, in dem der Spieler den aus dem Film bekannten Solar-Segler steuert. Hindernissen wird ausgewichen oder sie werden kurzer Hand abgeschossen. Besonderheit war das Ausnutzen der Voice-Box des Intellivision, so kam man in den Genuss einer gelungenen Sprachausgabe. Auch für das Atari VCS sind zwei Tron Module erschienen. Gegenüber den Intellivision Games musste man natürlich vor allem in der Grafik Abstriche machen. Deadly Discs konnte nun auch auf dem Atari gespielt werden, dazu erschien noch Adventures of Tron, das als ganz passables Jump and Run Game daher kam. Bereits 1981, also ein Jahr vor den Spielmodulen, brachte Tomy ein Handheld zu Tron auf den Markt. Mit minimalster LED Grafik, Taschenrechner der 80er lassen grüssen, gab es mit Light Cycle, Ring Game und MCP immerhin drei Spielvarianten. Weitere mehr oder weniger offizielle Spiele erschienen auch für diverse Homecomputer wie den C64. 2003 erschien mit Tron 2.0 schliesslich ein Spiel, das die Handlung des ersten Films fortsetzte. Hier übernahm der Spieler die Steuerung des Sohns von Alan, Jet Bradley. Schöne Grafik und viel Action sorgte für Wohlwollen bei den Tron-Fans. ![]() TRON Legacy Fast 30 Jahre mussten Fans des ersten Teils auf eine Fortsetzung warten. Und in der Fortsetzung gibt es auch ein Wiedersehen mit Jeff Bridges und Bruce Boxleitner, die ihre alten Rollen weiterspielen. Neu dabei sind unter anderem Garrett Hedlund als Flynns Sohn Sam und Cillian Murphy als Ed Dillinger jr. Regie führte Joseph Kisinski, Steven Lisberger schrieb am Drehbuch mit. Die Musik stammt von Daft Punk.
Den rebellischen 27-jährigen Sam Flynn lässt das rätselhafte Verschwinden seines Vaters Kevin, der einst als weltbester Videospielentwickler bekannt war, nicht los. Als Sam ein seltsames Signal aus der verlassenen Spielhalle Flynn's Arcade untersucht, das eigentlich nur von seinem Vater gesendet worden sein kann, wird er in eine Welt gezogen, in der Kevin seit 20 Jahren gefangen ist. Gemeinsam mit der unerschrockenen Kämpferin Quorra (Olivia Wilde) machen sich Vater und Sohn auf eine Reise um Leben und Tod durch ein visuell atemberaubendes digitales Universum, das sich – obwohl von Kevin selbst erschaffen – inzwischen weiterentwickelt hat: mit unglaublichen Fahrzeugen, Waffen und Landschaften. Und mit einem skrupellosen Bösewicht, der vor nichts zurückschreckt, um die Flucht von Kevin und Sam zu verhindern. Und erneut gelingt es mit grandiosen Effekten die Zuschauer zu fesseln. Dazu kommt noch die 3D Technik, die sicher auch beim ersten Teil Spaß gemacht hätte, doch damals war die Technik noch nicht so weit. Soweit unser Blick zurück auf den Tron Kult, Reviews zum aktuellen Spiel Tron Evolution findet ihr in Kürze im Reviews Bereich unserer Seite.
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Der erste Film sprach natürlich hauptsächlich Videospieler an, da war es nur logisch, daß auch passende Spiele erschienen sind, schließlich war der Boom der Spiele gerade auf einem Höhepunkt. Gleich drei Spiele kamen für Mattels Intellivision System heraus. Da wäre zunächst einmal Maze-a-Tron. Der Spieler übernahm die Rolle von Kevin Flynn und hatte die Aufgaben, Nullen in einem Labyrinth zu sammeln, um damit den Speicher des MCP zu löschen. Was sich einfach anhört, war aber komplexer als angenommen. Und mit laufender Spielzeit wurde auch der Schwierigkeitsgrad knackiger.

