Casual-Games, also kleine Spiele für Zwischendurch, haben immer noch Hochkonjunktur. Jetzt startet Peter Games gleich einen Dreiteiler, der eine zusammen hängende Geschichte erzählen will. ‚Die Trennung‘ ist der erste Part um einen Mann, der plötzlich ohne Erinnerung in einem asiatisch anmutenden Tempel aufwacht. Immer wieder wird er von mysteriösen Flashbacks an seine Vergangenheit erinnert, die ihm auf seinem Weg in die Freiheit heimsuchen.

‚The Fall Triolgy‘ entpuppt sich dabei als kleines Adventure aus der Ego-Perspektive, welches mit allerlei Wimmelbild-Spielchen und Logik-Puzzles ausgestattet wurde. In fast jedem Raum, den wir auf Wunsch in festen Ansichten oder 360° Rundumblick präsentiert bekommen, finden sich mehrere dieser kleinen Zeitfresser. Die Rätsel gehören zwar nicht unbedingt zu den originellsten Vertretern ihrer Art -man hat alles schon mal irgendwo gesehen- und ähnlichen sich auch manchmal. Aber dafür sind sie schön die in die Geschichte eingearbeitet und bieten einiges an Abwechslung. Der Schwierigkeitsgrad pendelt zwischen recht einfach und echter Kopfnuss. Dank eines Hilfesystems, welches bei Bedarf unter die Arme greift oder nach einiger Zeit gleich die Lösung anbietet, steckt man aber niemals in einer frustigen Sackgasse. Am Ende zeigte die Statistik eine Spieldauer von knapp 3,5 Stunden, die aber je nach Knobeltalent und persönlichem Ehrgeiz variieren dürfte.
Technisch bewegt sich ‚The Fall Trilogy‘ auf gehobenen Casual-Niveau. Die Umgebungen sind hübsch gezeichnet und teilweise animiert, und auch in höheren Auflösungen verfügbar. Neben der Musik bietet das Spiel noch einiges an professionell aufgenommener deutscher Sprachausgabe, mit der uns die Spielfigur an ihren Gedanken teilhaben lässt.
Bei einen empfohlenem Verkaufspreis von knapp zehn Euro kann man für das hier Gebotene wirklich nicht meckern, Casual-Freunden wird dafür einiges an Abwechslung geboten.