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Just Cause 2 LE
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Review: PC / Xbox 360 / PS3 (getestet)
Wenn sich in irgendeiner Bananenrepublik mal wieder ein Diktator an die Macht putscht, hat meist die US-Regierung ihre Finger im Spiel. So lautet jedenfalls das gängige Klischee, an dem sich auch 'Just Cause 2' kräftig bedient. Aber was, wenn der neue Machthabende alles andere als USA freundlich gestimmt ist? Dann schickt die Regierung Rico Rodriguez vorbei, Topagent und Garant für Zerstörungen aller Art. Neuester Einsatzort des Mannes mit dem Greifhaken ist die ebenso paradiesische wie fiktive Insel Panau, welche unter der Fuchtel von Pandak 'Baby' Panay steht. Dieser hat nach der gewaltsamen Absetzung seines Vaters mit dem Militär die Insel übernommen, was vielen Gruppierungen so überhaupt nicht schmecken mag. Neben der US-Regierung wollen auch die Mafia, die Chinesen, besitzhungrige Investoren und andere zwielichtige Gestalten ein Wörtchen mitreden. Und zu allen Überfluss scheint auch noch der amerikanische Undercover-Agent Tom Sheldon untreu geworden zu sein und steckt seine Finger tief hinein das Ränkespiel der Macht. ![]() Der Auftrag für Rodriguez ist klar: Destabilisierung der neuen Diktatur mit allen Mitteln. Und das bedeutet nichts anderes, als soviel Chaos wie nur möglich im Inselreich zu verbreiten. Nichts leichter als das, meint man im ersten Augenblick. Aber das begehbare Terrain ist groß, verdammt groß. 1024 Quadratkilometer wollen erkundet werden, das ist mehr als in jedem anderen Solospiel. Zum Glück hat Rico stets Zugriff auf seinen PDA, welcher neben einer Karte auch allerlei Infos zu Waffen und Fahrzeugen bietet und dabei hilft, die 50 Haupt- und zahlreichen Nebenmissionen im Auge zu behalten. Für die Zerstörung von Militäreigentum gibt es Chaospunkte auf den Zähler gut geschrieben, mit denen dann im Laufe des Spiels neue Utensilien frei geschaltet werden können. Diese sind auch nötig, denn die gesamte Armee von Panau stellt sich euch in den Weg. Neben einer Reihe von Ein- und Zweihandfeuerwaffen finden sich auch noch Granaten und anderes explosives Zeug im Arsenal. Wie ihr die eure Mission angeht bleibt euch größtenteils selbst überlassen, die Insel ist entweder per Pedes, motorisiert zu Lande und zu Wasser oder mit dem stets verfügbaren Paraglide-Schirm zu durchqueren, so dass alleine für die Erkundung der Umgebung viele Stunden Spielzeit draufgehen können. Als besonderes Spielzeug hat Agent Rodriguez wieder seinen Greifhaken dabei. Dieses Schätzchen ist universell einsetzbar, entweder als Waffe, oder um sich damit akrobatisch durch die Umwelt zu befördern. Es können damit auch verschiedene Objekte miteinander verbunden werden. Wenn man zum Beispiel einen Soldaten an eine Gasflasche kettet, und diese mit einem gezielten Schuss durchlöchert, findet sich der Gegner schneller 200 Meter in der Luft wieder als er den Abzug seiner Waffe bedienen kann – was für ein Spaß! Ein anderes Beispiel: um einen Jeep voller Feinde zu zerstören, könnt ihr wild um euch feuernd aus einem Busch springen, eine Sprengfalle auf der Straße platzieren oder von einem nahen Hügel mit dem Gleitschirm hinter dem Fahrzeug her fliegen, euch mit dem Haken ran ziehen, eine Granate hineinwerfen, abspringen und die Explosion genießen. Euch stehen also taktisch unendliche viele Möglichkeiten offen. ![]() Grafisch beeindruckt 'Just Cause 2' vor allem mit seinen Landschaftsaufnahmen und der bombastischen Weitsicht. Jeder Punkt, der von einem hohen Berg aus zu sehen ist, kann auch im Spiel erreicht werden. Im Gegensatz zur Vegetation wirken die Gebäude in den über 350 Orten etwas steril, was auch daran liegt, dass man kaum eine Tür öffnen und einen Komplex betreten kann. Die Action spielt sich draußen ab. Ein dicker Minuspunkt ist die Animation der Hauptperson, die nicht unbedingt als flüssig zu bezeichnen ist. Das haben wir schon deutlich besser erlebt. Auch die Feind-KI gehört nicht gerade zur Überklasse, 'lebendige Zielscheiben' ist eine recht treffende Bezeichnung für die Gegner. Die Pad-Steuerung ist gut durchdacht, wenn auch überladen und damit gewöhnungsbedürftig. Aber nach zwei Stunden gehen auch komplexe Manöver gut von der Hand. ![]() Für Freunde von Open-World Spielen ist 'Just Cause 2' alles in allem ein Leckerbissen, auch wenn noch an einigen Ecken etwas zu feilen gewesen wäre. Fans von gradlinigen Shootern sollten erst einmal probespielen, denn an die Hand genommen wird hier nach der Einführung niemand mehr. Das Inselreich Panau hat eine ganze Menge zu bieten, verlangt dafür aber auch einiges an Eigeninitiative. Käufer der Limited Edition finden zusätzlich zum Spiel noch eine Karte der Insel sowie Download-Codes für exklusive Spielgegenstände in der Hülle. Die Karte ist recht praktisch, verrät sie doch den ein oder anderen Hinweis, so es etwas Besonderes zu ergattern gibt.
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