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Bulletstorm (Review)


Ego-Shooter gibt es ja nun schon so einige und die meisten Titel sind auch nicht gerade für ihre innovativen Neuerungen bekannt. Doch mit Bulletstorm sollte sich da so einiges tun, denn ein neues Skill-Shot-System wurde angekündigt. Da das Spiel jedoch ebenfalls als recht blutig angekündigt wurde, war im Vorfeld klar, dass es wohl kaum ungeschnitten in die deutschen Läden kommen würde und so wurde reichlich gekürzt. Ob das Spiel trotzdem für gute Unterhaltung sorgt, soll unser Test zeigen.

Grayson Hunt heißt der Hauptdarsteller des Spiels, und der ist nicht gerade der freundlichste Zeitgenosse. Als früheres Mitglied der Spezialeinheit Dead Echo unterstand er dem fiesen General Sarrano und beging viele Morde und andere Verbrechen, was ihm jedoch erst später bewusst wurde. Nun überfällt er mit weiteren abtrünnigen Söldnern Handelsschiffe und das Kopfgeld auf Grayson und seine Crew wächst regelmäßig. Eines Tages treffen sie zufällig auf das gigantische Schiff von General Sarrano.



Jagd auf den General

Grayson greift das Raumschiff an und schafft es tatsächlich den großen Kreuzer zum Absturz zu bringen. Doch auch das eigene Schiff ist stark beschädigt und muss auch notlanden. Beide Schiffe stranden auf einem ehemaligen Urlaubsplaneten, der nicht mehr ganz so idyllisch ist, wie er einmal war. Außer Grayson überlebt lediglich sein Kumpel Ishi, der jedoch schwer verletzt eine Art künstliches Gehirn bekommen hat, was er nun regelmäßig aufladen muss. Gemeinsam fassen sie den Plan, den General zu suchen, um irgendwie von diesem Planeten fliehen zu können. Bei der Story wird recht viel Wert auf die Charaktere gelegt und mit der Zeit bekommt der Spieler so einiges aus deren Vergangenheit mir. Viele Zwischenszenen tragen die Story wirklich gelungen voran. Was nicht nur an der sehr guten Grafik liegt, sondern auch an den tollen deutschen Sprechern und den markigen Sprüchen, die sie ständig loslassen. An krassen Beleidigungen jeder Art mangelt es jedenfalls nicht.



Aller guten Dinge sind drei

Neben unseren beiden Söldnern gibt es auch eine weibliche Hauptrolle und die Kämpferin Trishka steht ihren männlichen Kollegen weder in Feuerkraft, noch in ihren Sprüchen nach. Am Anfang läuft das Spiel noch ab, wie jeder andere Ego-Shooter auf, doch dann findet man die sogenannte Energie-Peitsche, die nicht nur Gegner packt und sie Grason entgegen schleudert, manche landen auch in diversen, spitzen Gegenständen oder kommen Ventilatoren zu nahe, sie dient auch als Interface für Versorgungspunkte. Hier kann man seine verdienten Skill-Punkte ausgeben, zum Beispiel für Waffen-Upgrades oder neue Munition. Diese Punkte verdient sich der Spieler durch Skill-Shots, das sind Treffer an bestimmte Stellen und davon gibt es eine Menge. So gibt es Extrapunkte für Treffer in den Hals, den Hintern oder die Weichteile. Auch Kombinationen werden besonders mit Punkten belohnt. Beispielsweise kann man einen Gegner per Tritt wegschleudern und ihm dann mit dem Gewehr ein paar gezielte Einschüsse verpassen.



Bulletstorm - Kein Freund der USK

Jedem, der sich ein wenig mit der Freigabeproblematik in Deutschland auskennt, dürfte klar gewesen sein, dass Bulletstorm keine Chance hat, ungekürzt auf den deutschen Markt zu kommen. Doch dass es das Spiel gleich so hart erwischt, hätte wohl keiner erwartet. Der komplette Gore fehlt, es gibt keine angetrennten Körperteile, doch selbst das komplette Blut fehlt, was es nicht gerade einfacher macht, die eigenen Treffer zu erkennen. Und das ist dann schon etwas übertrieben, vor allem, da das Spiel immer noch nur für Erwachsene erhältlich ist. Es gibt immerhin so einige Spiele mit einer 12er Freigabe, die deutlich mehr Blut zeigen.



Zur oben gestellten Frage kann ich sagen, ja, Bulletstorm macht auch im geschnittenen Zustand viel Spaß. Die recht lange Single-Player-Kampagne bietet eine gute Story mit vielen Cut-Scenes und jede Menge Action, dazu interessante Charaktere. Das Skill-Shot-System macht Sinn und die vielen Versorgungspunkte mit Nachschub sorgen dafür, dass man das System auch nutzt, um von den Punkten zu profitieren. Die Grafik ist wirklich erstklassig und auch der Sound, allen voran die deutschen Sprecher, ist klasse. Neben der Single-Kampagne gibt es noch einen fordernden Echos-Modus, in dem einzelne Abschnitte ohne Storyelemente gespielt werden können und einen Online Modus. Shooter Fans kommen auch mit Kürzungen auf ihre Kosten, sehen sich aber wohl trotzdem nach einer ungekürzten Import-Version um. Klasse Spiel.

 

Geschrieben von: Bert Werner am 03.03.2011





  

Positiv

  • tolle Grafik, klasse Sound
  • innovatives Skill-Shot-System
  • interessante Charaktere

Negativ

  • deutsche Fassung starkt gekürzt

 


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