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Rift (Review)


Bereits im Juni 2008 wurde ein neues MMORPG, ein Massively Multiplayer Online Role-Playing Game, von Trion angekündigt. Den Namen Rift erhielt das Spiel dann im April 2010. Nach einigen offenen Beta-Tests, in denen die Spieler schon einen Vorgeschmack auf das Spiel bekommen haben, ist es nun seit dem dritten März online. Klar, dass wir gleich mal einen Ausflug nach Telara unternommen haben.

Die Welt Telara wurde einst von ihren Schöpfern mit einem Schutz versehen, der sie vor Regulos, dem Weltenvernichter, schützen sollte. Der Schutz wurde jedoch im Laufe der Geschichte Telaras beschädigt und so entstehen Risse zwischen den Ebenen, durch die Kreaturen wie Dämonen und Untote dringen und das Leben der Einwohner Telaras gefährden. Zum Schutz werden Helden wiedergeboren, die so genannten Auserwählten. Diese teilen sich in zwei Fraktionen, die Wächter, durch den Willen der Götter wiedergeboren und die technomantischen Skeptiker. Beide Fraktionen haben das Ziel, Telara vor seinen Feinden zu schützen, beide verfolgen jedoch auch ihre eigenen Ziele, weshalb sie sich auch gegeneinander bekämpfen.



Klassen und Rassen

Zu Beginn des Spiels erstellt man sich einen Chartakter und hat hier schon umfangreiche Möglichkeiten. Zunächst Mal steht die erste Wahl an, Skeptiker oder Wächter. Bei den Wächtern gibt es Zwerge, Hochelfen und Mathosianer, die den Menschen entsprechen. Als Skeptiker muss man sich zwischen den Eth, den Bahmi und den elfischen Kelari entscheiden. Ist die Wahl der Rasse und des Geschlechts getroffen, steht die Klassenwahl an. Dazu stehen vier Grundklassen zur Verfügung, Kleriker, Magier, Schurken und Krieger. Im Laufe des Spiels können die vier Grundklassen insgesamt drei Seelen erhalten, die Talentbäumen in anderen Spielen entsprechen. Und hier stehen jeder der vier Grundklassen acht verschieden Seelen und eine weitere PvP Skillung zur Auswahl. So kann jeder Spieler seinen Charakter wirklich so spezialisieren, wie er möchte. Ein Beispiel: ein Schurke möchte als Bogenschütze aus der Distanz Schaden machen, wählt deshalb die Seele Scharfschütze, um mit einem Begleiter den Gegner auf Distanz zu halten, kommt die Waldläufer Seele dazu. Möchte der Schurke auch sich selbst, seinen Begleiter und auch Gruppenmitglieder heilen, kann er noch die Barden-Seele auswählen, denn die Klänge der Instrumente machen nicht nur Schaden beim Gegner, sondern heilt auch den Spielercharakter und die Verbündeten.



Gold und Silber hätt ich gern

Ohne Moos nichts los, das gilt auch in Telara, und wem die zahlreichen Quests und Schlachten nicht genug Profit abwerfen, kann bis zu drei Berufe wählen. Da gibt es Apotheker, die Tränke fertigen, Rüstungsschmiede, Kunsthandwerker, Ausstatter, Runenfertiger und Waffenschmied. Für alle Berufe benötigt man ein oder zwei Fertigkeiten, die sich kombinieren lassen. Auch Artefakte, die in der ganzen Spielwelt gefunden werden könne, sind durchaus lohnenswert. Diese kombiniert man zu Sammlungen und kann sie gegen Belohnungen eintauschen. Im ganzen Reich gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten, sein sauer verdientes Gold und Platin wieder loszuwerden, ein Reittier dürfte da die erste größere Aufgabe sein.



Ein Riss in der Welt

Wie bei dieser Art von Rollenspielen üblich, gibt es jede Menge Quests, die der Spieler allein erfüllen kann, dazu gibt es Instanzen für Gruppen und auch Raids können angegangen werden. Ein Hauptaugenmerk im Spiel liegt jedoch in den oben bereits erwähnten Rissen, den Rifts. Durch diese Portale kommen feindliche Wesen einer anderen Ebene in die Spielewelt. Es gibt Ebenen mit der Bezeichnung Tod, Wasser, Luft, Erde, Feuer und Leben. Je nachdem, welche Ebene der Riss gerade öffnet, kommen die entsprechenden Gegner an die Oberfläche. Der Spieler, der sich in der Nähe des Risses befindet, kann sich einer öffentlichen Gruppe anschliessen und gemeinsam in die Schlacht gegen die finsteren Wesen ziehen. Die Schlachten bestehen aus mehreren Phasen, sind alle siegreich überstanden, gibt es Belohnungen für alle beteiligten Spieler. Werden die Gegner jedoch nicht besiegt, verschwinden sie nicht einfach, sondern ziehen selbstständig durch die Spielwelt, errichten Stützpunkte und greifen auch Ortschaften an. So ist Telara ständigen Änderungen unterzogen.



We are not in Azeroth anymore

So lautet der Werbespruch zu Rift, doch wer sich ein wenig mit World of Warcraft beschäftigt hat, sieht, dass es sehr viele Gemeinsamkeiten gibt und so einiges von Blizzards Dauerbrenner abgeguckt wurde. Und das ist in den meisten Fällen auch gut so und vieles wurde auch in Rift verbessert. Warum aber teilweise die Ortschaften identische Namen haben müssen, wie beispielsweise der Silberwald, ist unverständlich. Grafisch ist das Spiel, einen schnellen Rechner vorausgesetzt, beeindruckend. Leute mit älteren Computern können das Spiel aber so einstellen, dass es mit weniger Details trotzdem flüssig läuft. Der Sound ist ebenfalls klasse, die Musik passt gut zum Spiel, die Sprecher der verschiedenen Charaktere haben ebenfalls gute Arbeit geleistet. Möchte man Abenteuer in Telara erleben, reicht der Kauf des Spiels allerdings nicht aus, zur Aktivierung ist ein PayPal Konto, eine Kreditkarte oder eine Game Time Card nötig. Ein Lastschriftverfahren, in Deutschland wohl am meisten verbreitet,  ist bislang noch nicht dabei. Und zu Beginn des Spiels waren auch die Zeitkarten noch nicht erhältlich. Im Game dabei ist eine Spielzeit von 30 Tagen, danach sind monatliche Gebühren fällig, was bei monatlicher Zahlweise 12,99 Euro ausmacht.



Ich hatte ja schon bei der letzten Beta die Gelegenheit, mal ins Spiel reinzuschnuppern und auch gleich Gefallen an Telara gefunden. Die Charaktererstellung ist klasse und die Auswahl an Möglichkeiten, seine Spielfigur zu formen, fast grenzenlos. Das Spiel bietet eine riesige Welt, sehr viele Quests, dazu Instanzen und Raids, PvP und die Risse. Hier kann wirklich jeder Rollenspieler das Spiel auf die Weise spielen, die ihm am besten liegt. Und das macht sehr viel Spaß. Bei der Grafik und beim Sound gibt es nichts zu meckern und auch die Server laufen bisher sehr stabil. Mit bislang verkündeten einer Million Accounts schein sich der verdiente Erfolg auch abzuzeichnen. Ich hoffe es bleibt dabei, denn mich hat Telara als Einwohner noch eine längere Zeit. Schön wäre es jedoch gewesen, wenn das Spiel auch auf dem MAC laufen würde, dann würde zumindest mein PC nicht immer so belagert werden. Rollenspieler sollten unbedingt einen Urlaub auf Telara einplanen, es lohnt sich.

 

Geschrieben von: Bert Werner am 08.03.2011





  

Positiv

  • tolle Grafik, guter Sound
  • spannende Story
  • hunderte Quests
  • grandioses Klassensystem

Negativ

  • kein ELV
  • keine MAC Version

 


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