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Dead Space 2 (Review)


Eigentlich sollte der Titel ja schon deutlich früher in den Läden stehen und auch die USK hatte ihren Segen mit einem 18er Siegel gegeben. Doch da hatte Electronic Arts die Rechnung ohne die bayrische Landesregierung gemacht, die kurzerhand Veto gegen die USK Entscheidung einlegte. Also musste der Titel erneut geprüft werden. Glücklicherweise kam die USK zum gleichen Ergebnis wie bei der ersten Prüfung und dem Release stand nun nichts mehr im Wege.

Und schon geht es los. Wer sich mit den Ereignissen im ersten Teil nicht auskennt, kann sich eine kurze Zusammenfassung der Geschichte als Video ansehen. Der Spieler übernimmt die Rolle von Isaac Clarke, einem Überlebenden des ersten Teils. Durch die Ereignisse landete er allerdings in einer Art Sanatorium, um seinem Geisteszustand auf den Grund zu gehen. Nebenbei werden dort auch noch die ein oder anderen Experimente gemacht. Was natürlich völlig in die Hose geht und wieder muss Isaac um sein Überleben kämpfen.



Schicke Jacke

Doch zu Beginn des Spiels ist das gar nicht so einfach. Das liegt nicht nur an der Tatsache, dass unser Hauptdarsteller völlig unbewaffnet ist, er trägt auch eine wenig kleidsame Zwangsjacke, also ist Weglaufen die einzige Option. Auf dem Weg durch das Gebäude sieht der Spieler zahlreiche, übel zugerichtete, Leichen und so mancher Necromorph möchte mit dem Spieler den Bodycount erhöhen. Doch schliesslich trifft man auf einen weiteren Überlebenden, der Isaac mit einem Skalpell aus der Zwangsjacke befreit, bevor er sich selbst umbringt. Wenn dann Isaac seine erste Waffe, einen Plasma-Cutter findet, geht es den unheimlichen Wesen gehörig an den Kragen, und das geht richtig blutig zur Sache. Die Viecher lauern nicht nur in den Gängen, sondern krachen auch schon mal völlig unangekündigt durch eine Wand, was einem des Öfteren einen Schauer über den Rücken jagt. Schockmomente gibt es so einige in diesem Spiel.



Blood and Guts

Ist man später im Spiel dann richtig ausgerüstet, mit Kampfanzug und entsprechenden Waffen, kann es auch den ersten Bossen an den Kragen gehen. Und so manchem muss man erste die Gliedmassen wegschießen, bevor man ihm endgültig des Garaus machen kann. Dabei spritzt das virtuelle Blut und die Körperteile in sämtliche Himmelsrichtungen. Nutzen kann Issac auch sogenante Stasis-Strahlen, mit denen Gegner für kurze Zeit verlangsamt werden können, das erleichtert das Zielen. Bei dem Weg durch die Gänge sollte man auch immer den Blick nach Kraftkernen nicht vergessen, denn mit diesen lassen sich Waffen und Ausrüstung upgraden.
Neben der extrem spannenden Einzelspielerkampagne gesellt sich auch ein umfangreicher Multiplayermodus. Hier können Spieler gemeinsam gegen die Necromorphen antreten oder sich gegenseitig um die Ecke bringen.



Wow, Dead Space 2 hat es wirklich in sich. Grafisch ist das Spiel eine Wucht und auch der Sound ist wirklich klasse, vom kleinsten Geräusch bis zur hervorragenden deutschen Sprachausgabe. Die Spannung in der Einzalspielerkampagne ist wirklich nervenzerfetzend, das habe ich bei keinem Spiel zuvor so empfunden. Die Atmosphäre ist klasse und wie es sich für einen Horror-Shooter gehört, ist das Spiel auch schön blutig. Die Steuerung ist unkompliziert und wird während des Spielens gut erklärt. Auch der Multiplayer Modus weiß bestens zu unterhalten, allerdings hat es der MP nicht ganz ungeschadet durch die USK geschafft, das Friendly Fire wurde gestrichen, was aber dem ansonsten ungeschnittenen Spaß keinen Abbruch tut. Dead Space 2 ist spannend, spielt sich hervorragend und ist technisch einwandfrei, mehr kann man von einem Actionspiel nicht verlangen. Klasse.

 

Geschrieben von: Bert Werner am 21.03.2011





  

Positiv

  • extrem spannend
  • tolle Grafik, klasse Sound
  • düstere, blutige Atmosphäre

 


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