Sie befinden sich hier:  Startseite / Artikel / Allgemein
Artikel (Review)

Die Sims - Mittelalter (Review)


Elf Jahre haben die Sims mittlerweile auf dem Buckel. Und das ist im schnelllebigen Spielemarkt schon eine respektable Leistung. Und die Fans der Spiele hatten ja auch kaum einen Grund, über Langeweile zu klagen, denn immer wieder gab es neue Ideen oder Add-Ons zu den Hauptspielen. Nun wurde das Geschehen ins Mittelalter verlegt, da scheint es eher ausgeschlossen, dass ein Add-On a la Luxus-Accessoires erscheint. Wir haben mal unsere virtuelle Ritterrüstung poliert und das Spiel getestet.

Anders als die bisherigen drei Sims-Spiele geht es nicht einzig darum, das Leben eines Sims zu managen, sondern hier gibt es auch ,wie in einem Rollenspiel, jede Menge Quests zu erledigen. Außerdem soll auch ein Königreich aufgebaut und erweitert werden.



Wir bauen uns einen König

Im typischen Sims-Editor können im Verlauf des Spiels zehn Charaktere erschaffen werden. Dazu stehen wieder jede Menge Optionen zur Verfügung, um das Aussehen des Sims and die Wünsche des Spielers anzupassen. Logischerweise stehen weder grelles Makeup noch Tattoos zur Wahl, dafür kann der Spieler seinem Sims dunkle Ringe unter die Augen verpassen, das Leben im Mittellalter ist schließlich kein Zuckerschlecken. Besonders wichtig sind die drei festzulegenden Persönlichkeitsmerkmale. Hier bestimmt der Spieler zwei Stärken und eine Schwäche des Sims. Und das wirkt sich auf das komplette Verhalten des Charakters aus, deshalb sollte die Wahl gut überlegt sein.



Home, sweet home

Ist der Sim fertig, teilt das Spiel ihm ein Haus zu, eigene Gebäude können hier nicht erschaffen werden. Mit dem recht knappen Inhalt des Geldbeutels kann das neue Heim dann ausgestattet werden. Spieler müssen sich von ihrer luxuriösen Sims-Küche mit Espresso-Maschine und Mega-Kühlschrank verabschieden und mit einem einfachen Ofen kleine Brote backen. Nach einer Weile im Spiel wird das nächste Gebäude freigeschaltet und der Spieler kann den nächsten Sims ins Rennen schicken. So werden nach und nach verschiedene Typen, wie ein Arzt, ein Barde oder ein Spion die Stadt bevölkern. Mit Hilfe einer Konzentrationsanzeige lenkt man seine Sims in die richtige Lebensweise und lässt sie ihre Aufgaben erfüllen. Wie gehabt, sollte der Spieler natürlich wieder auf die regelmäßige Ernährung achten.



Ein harter Arbeitstag

Auch im Mittelalter wartet jede Menge Arbeit auf die Sims. So stellt ein Schmied neue Waffen her, der Zauberer braut praktische Tränke, der Priester predigt und der König verfasst beispielsweise neue Gesetze. Neben den täglichen Berufspflichten warten auch jede Menge Quests auf die Spieler und ihre Sims. Und für die gibt es verschiedene Lösungswege. Und die kommen in der Regel ziemlich witzig rüber. Aber auch im ganzen Spiel wird der schon aus den Vorgängern bekannte Humor groß geschrieben.



Vielleicht habe ich in den letzten elf Jahren das eine oder andere Add-On verpasst, aber ansonsten habe ich alles von den Sims gespielt. Und "Die Sims - Mittelalter" gehört ab sofort zu meinen Favoriten. Zwar lassen sich keine Gebäude mehr errichten, eine Beschäftigung, die bei den Sims 3 schon viele Stunden meines Lebens gefordert hat, aber dafür lassen sich alle freigeschalteten Häuser dekorieren. Mit den verschiedenen Klassen ist für jede Menge Abwechslung gesorgt und die Quests bringen auch frischen Wind. Grafisch sieht das Spiel einen Tick besser aus als Sims 3 und der Sound mit dem typischen Sims-Gebrabbel ist auch ok. Mir macht das Spiel riesig viel Spaß und so dürfte es den meisten Sims-Fans gehen.

 

Geschrieben von: Bert Werner am 07.04.2011





  

Positiv

  • witzige Quests
  • verschiedene Gebäude können dekoriert werden
  • typische Sims-Humor

Negativ

  • kein Hausbau

Besonderheiten

  • Hybrid-Disc für PC und MAC

 


Affenclub.net |Koobi:CMS 7.25 © dream4® | Impressum | Bookmark and Share