Sie befinden sich hier:  Startseite / Artikel / Allgemein
Artikel (Review)

Steel Diver (Review)


U-Boote üben seit jeher eine ungeheure Faszination aus, was wohl mit der klaustrophobischen Enge im Inneren zu tun hat und der Tatsache, dass ab einer gewissen Tiefe bei einer ernsteren Beschädigung kaum noch eine Rettung möglich ist. So wundert es nicht, dass Unterseebote immer wieder eine Hauptrolle in Filmen wie Duell im Atlantik, Das Boot oder auch Jagd auf Roter Oktober spielten. Zu letzterem gab es auch schon ein Computerspiel, aber auch zahlreiche weitere Spiele sind für Konsolen und Computer erschienen. Eine legendäre Serie ist da beispielsweise Silent Service, die wegweisend für die späteren U-Boot-Simulationen war. Nun hat der 3DS mit Steel Diver auch sein eigenes Submarine-Game soendiert bekommen und wir sind auf Tauchstation gegangen.

Jedoch handelt es sich bei diesem Spiel um keine Simulation, sondern eher um ein Arcadespiel mit kurzen, aber gar nicht so einfachen Missionen. Dazu gibt es zwei weitere Spielmodi und die Möglichkeit, zu zweit zu spielen.



Alles auf Gefechtsstation

Eine Hintergrundstory bietet das Spiel leider nicht, also geht es gleich ins Manöver. In dieser kleinen Mission lernt der Spieler die Steuerung der U-Boote. Es stehen drei Bootsklassen zur Verfügung, die sich nicht nur in der Größe und Wendigkeit unterscheiden, sondern auch in der Bewaffnung. Das große U-Boot macht halt mehr schaden, das kleinere taucht wesentlich einfacher durch Felsspalten. Während des Manövers übt der Spieler die Steuerung des Bootes, regelt die Geschwindigkeit und die Neigung, achtet auf den Sauerstoffvorrat und lernt, wie ein Leck abgedichtet wird. All das funktioniert völlig unkompliziert über den Touchscreen per Schieberegler, Lecks werden durch berühren geflickt. Auch die Waffen werden über den Touchscreen abgefeuert. So werden nicht nur Schiffe und feindliche U-Boote versenkt, sondern auch Minen und Felsen aus dem Weg geräumt.



Auf Seerohrtiefe

Für den Periskop-Spielmodus nimmt der Spieler im besten Fall auf einem Drehstuhl Platz. Denn hier nutzt das Spiel die Bewegungssteuerung, dreht sich der Spieler, dreht sich auch das Seerohr und der Spieler nimmt so gegnerische Schiffe ins Visier und feuert seine Torpedos ab. Einen weiteren Spielmodus bietet das Game mit Seeschlacht, das sich am einfachsten als 3DS Flottenmanöver, also Schiffe Versenken beschreiben lässt. Auf einer Rasterkarte versteckt der Spieler seine Flotte und versicht seinerseits die des Gegners aufzuspüren. Das macht natürlich zu zweit deutlich mehr Spaß und so ist es erfreulich, das nur eine Karte für zwei Spieler benötigt wird.



Steel Diver macht richtig Laune. Das Einzige, was dem Spiel etwas fehlt, ist eine Hintergrundstory, die die Missionen noch etwas interessanter gemacht hätte. Dennoch machen die Spezial- und Zeit-Missionen viel Spaß und da sie alle recht kurz gehalten sind, eignen sie sich auch prima für ein Spielchen zwischendurch. Der 3D-Effekt beschränkt sich hier auf die Tiefe des Hintergrunds, sieht gut aus und strengt die Augen nicht so an, wie das bei einigen anderen Spielen der Fall ist. Der Sound, inclusive Sprachausgabe, hört sich gut an. Auch die Periskop-Missionen sind gelungen, sofern man dabei nicht auf der Couch liegt und auch der Multiplayerpart ist nett. Zeit zum Abtauchen.



 

Geschrieben von: Bert Werner am 21.05.2011





  

Positiv

  • knackig kurze Missionen
  • Zwei-Spieler-Modus mit einer Karte

 


Affenclub.net |Koobi:CMS 7.25 © dream4® | Impressum | Bookmark and Share