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Artikel (Review)

Cabela´s Dangerous Hunts 2011


Ein Jagdspiel, eine Lightgun, da war doch mal was? Stimmt, 1984 brachte Nintendo Duck Hunt von den Spielhallen auch für das NES ins Wohnzimmer. Und mit dem Zapper, einer Lichtpistole konnte man dann auf Entenjagd gehen. Einige Konsolengenerationen später sitzen wir wieder im Wohnzimmer und bauen mit wenigen Handgriffen ein Gewehr mit Zielvorrichtung zusammen, um auf die virtuelle Jagd zu gehen.

Der Name Cabela dürfte hier in Deutschland den wenigsten Spielern etwas sagen, in den USA ist es ein großer Händler für Jagd- und Angel-Zubehör. Dort bekommt man alles, von der Angelrute über das Zelt bis halbautomatischen Gewehren. Und auch die hauseigene Videospielserie wird dort angeboten, es gab ja bereits einige Vorgänger.



Waidmanns heil

Ist die Waffe zusammengesteckt, fallen gleich die Knöpfe und Regler auf, alles, was sich auf dem Xbox Pad befindet, hat auch den Weg auf die Gun gefunden. Die Schulterstütze ist verstellbar und so liegt das Gewehr auch bei Erwachsenen gut in der Hand, ohne erst Verrenkungen anstellen zu müssen. Und auch ein Sensor befindet sich im Karton, der wie eine Mini-Ausgabe von Kinect aussieht. Das Teil wird auf oder unter dem TV-Gerät platzier und empfängt die Signale der Light-Gun. Leider benötigt das gute Stück eine Entfernung von rund 2 1/2 Metern, um ordentlich zu funktionieren und das dürfte in so manchem Wohnzimmer zu Problemen führen. Hält man  aber den nötigen Abstand ein, funktioniert die Gun nach Kalibrierung wirklich gut. Wo sie jedoch unverständlicherweise gar nicht funktioniert, ist im Xbox Menü. Um das Spiel zu starten, wird auch das normale Pad benötigt.



Auf der Pirsch

Los gehts und der Spieler zieht mit Vater und Bruder los, um das Jagen zu lernen. Hierbei müssen verschiedene Aufgaben erfüllt werden und ein wenig Story wird auch erzählt. So erlegt man diverse Tiere und sammelt die Trophäen ein. Zwar sollte sich das Ganze in einer frei erkundbaren Welt abspielen, aber irgendwie ist immer nur der Weg frei, der ohnehin genommen werden muss. Nach erfolgreichen Abschüssen gibt es auch immer mal wieder eine Art Bonuslevel, wo beispielweise innerhalb weniger Sekunden ein Schwarm von Enten erlegt werden muss. Auch ein Multiplayerpart wird geboten.



Ein Jagdspiel, eine gut verarbeitete Light-Gun, es sah alles nach einem sehr interessanten Spiel aus. Die Grafik und der Sound samt Sprachausgabe sind ok, da gibt es keinen Grund zum Meckern. Jedoch das Verhalten, also die KI, der Tiere ist unter aller Kanone, das passt einfach nicht. Dazu kommt die große Entfernung, die der Spieler zu seinem TV-Gerät einhalten muss, damit das Gewehr anständig funktioniert. Ist der Fernseher dann auch noch mit einer kleineren Diagonale ausgestattet, ist kaum noch etwas zu erkennen. Schade, Cabela ist sicher kein Totalausfall, da wäre aber deutlich mehr drin gewesen.



 

Geschrieben von: Bert Werner am 22.05.2011





  

Positiv

  • gut verarbeitete Light-Gun

 


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