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Darkspore (Review)
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Die Idee war gut: man nehme eine etablierte Marke und baue sie durch neue Elemente aus. Was bei den Sims ganz hervorragend funktioniert und EA einen Nummer 1 Hit nach dem anderen beschert, muss aber nicht zwangsläufig übertragbar sein. Vor allem, wenn die Marke Spore im Vorfeld nicht ganz so eingeschlagen ist, wie man sich das vielleicht gewünscht hätte. Nichts desto trotz wurde die Idee mit den Kreaturen aus dem Baukasten weiter geführt, indem man ihr ein Action-Rollenspiel-Gewand überstülpte und ins Weltall auslagerte.
![]() Auf den ersten Blick scheint der Plan auch aufzugehen. Man baut sich seine Kreaturen, um sie dann auf verschiedenen Planeten genretypisch gegen ganze Horden von Gegnern antreten zu lassen. Nebenbei sammelt man fleißig Items und baut die Attribute seines Helden aus. Dabei hat man immer drei verschiedene Helden im Gepäck, zwischen denen man je nach gerader benötigter Grundeigenschaft taktisch wechseln kann und sollte. Ingesamt 100 spielbare Charaktere kann man im Laufe des Spiels frei schalten und im Baukasten verbessern. Dazu wird DNA benötigt, welches neben Heilung klassisch von besiegten Feinden fallen gelassen wird. Leider haben die Entwickler zwei wichtige Zutaten zu einem Hit vergessen: Spielspaß und Abwechslung. Die 24 verschiedenen Planeten entpuppen sich als öde Schlauchlevels, die sich im Groben nur durch ihre Färbung unterscheiden. Man kämpft sich durch verschiedene Gruppen von Gegnern, besiegt am Ende meist noch einen Obermotz, und das war’s. NPCs, die dem Spieler Nebenmissionen anbieten? Fehlanzeige! Nicht mal ein kurzer Plausch unter genmanipulierten Monstern ist drin, da es neben nieder zu schlagenden Feinden schlicht keine anderen Charaktere gibt. Für den Rollenspiel-Anteil ist das schon ziemlich dünn, denn der beschränkt sich tatsächlich im wesentlichen darauf DNA-Boni einzusammeln um damit neue Ausrüstungsgegenstände anzulegen und damit seine Kreatur zu verbessern. Sind alle 24 Abschnitte geschafft und die Minimal-Story um gute und böse Darkspores durchgespielt, werden die Welten einfach mit höherer Schwierigkeit wiederholt. ![]() Wer danach noch nicht genug von Darkspore hat, der darf sich online im Koop-Modus mit bis zu drei Mitspielern ins Gefecht stürzen. Am Spielprinzip ändert sich dadurch nichts, nur dass die gleichen (Solo-)Level mit mehr Gegnern bestückt sind. Heilung und DNA-Boni bekommt dabei der Spieler, der das Item am ehesten erreicht hat, die anderen gehen leer aus. Da es keine Möglichkeit des Handels gibt, vergehen diese Matches meist mehr im gegen- statt im miteinander, was nun nicht unbedingt der Sinn eines Koop ist. Der Entwickler hat auch an einen PvP-Bereich gedacht, doch der ist noch unorganisierter als die Koop-Matches. Die Konkurrenten werden nämlich vollkommen willkürlich vom Server zusammen geführt, ohne auf Erfahrung oder Skills Rücksicht zu nehmen. Dadurch ist es besonders für einen Anfänger frustrierend, wenn er zu Beginn ständig zerpflückt wird. Aber auch wenn sich zwei ähnliche Gegner im Ring treffen kommt wenig Spielspaß auf. Es gibt einfach zu wenig taktische Möglichkeiten, so dass im Endeffekt so lange mit der Maus geklickt wird, bis der erste zu Boden geht.
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