Artikel (Special)
WoW: Versunken im Reich der Schatten - ein kleiner Guide über den Schattenpriester (PvE only)![]() Während er zu Classic- und teilweise auch noch zu BC-Zeiten oftmals belächelt wurde und verhältnismäßig selten in Dungeon- oder Raidgruppen zu sehen war, hat sich der Schattenpriester im Verlauf der letzten beiden World of Warcraft Addons zu einer sehr beliebten und starken Schadensklasse hinaufkatapultiert.
Dieser kleine Guide soll eine Unterstützung darstellen, mit viel Spaß und Erfolg einen Schattenpriester innerhalb der Welten von WoW zu spielen. Ich halte mich in diesem Guide bewusst von intensivem „Theorycrafting“ und „Stat-Berechnungen“ fern, wer sich jedoch dafür interessiert, dem empfehle ich die in meinem Guide nachfolgenden Links. Die Talente und Auswahl der Glyphen Mit Erreichen von Level 10 ist es unserem Charakter im Spiel gestattet, sich für einen „Weg“, eine Skillung, zu entscheiden. Im Falle des Priesters bieten sich hier 4 Möglichkeiten :
Punkt 4 stellt jene Skillung dar, die ich hier in meinem Guide vorstellen möchte.
Beim Öffnen des Schattenpriestertalentbaumes fallen einem ziemlich schnell alle möglichen Talente ins Auge, welche den Schaden unserer Schattenzauber erhöhen oder ihnen das eine oder andere nette Gimmick bescheren. Sind zunächst nur die ersten 3 Talente im Baum verfügbar, erhält man mit steigendem Level alle 2 Stufen die Möglichkeit, weitere Talente freizuschalten und zu nutzen. Eine parallele Nutzung der beiden anderen Talentbäume (Disziplin und Heilig) wird erst möglich, wenn mindestens 31 Talentpunkte im zuerst ausgewählten Baum (in diesem Fall Schatten) vergeben wurden. Durch das Freischalten des Schattentalentbaumes erhalten wir zusätzlich einen unserer ersten wichtigen Zauber, das Gedankenschinden. Weiterhin erhöht sich durch „Schattenmacht“ unser Zauberschaden, sowie die kritische Zaubertrefferchance unserer Schattenzauber, ebenfalls wird mit Erreichen der Stufe 80 die sogenannte Meisterschaftswertung freigeschalten. Hierzu jedoch später mehr. Welche Talentpunkte sind denn nun sinnvoll ? Ich möchte hier an dieser Stelle eine sogenannte „raidtaugliche PvE-Skillung“ vorstellen, welche ich auch selber benutze, und mit welcher ich die besten Erfahrungen bisher gemacht habe. Ich habe mich für diese Skillung entschieden, da ich wenig PvP spiele, jedoch viel in Dungeons und Raids unterwegs bin. Die PvE Skillung eines Schattenpriesters auf Stufe 85 würde demnach so aussehen: ![]() Anmerkung: Die beiden Talentpunkte in „Inneres Sanktum“ im Disziplinbaum sind durchaus optional. Je nach Belieben können diese auch gern anderweitig frei verteilt werden. Ich persönlich habe mich jedoch dafür entschieden. Weiterhin möchte ich hier jetzt nicht weiter auf die Bedeutung der einzelnen Talente zu sprechen kommen, sie sind eigentlich selbsterklärend, außerdem würde das den Rahmen des „kleinen Guides“ erheblich sprengen. Die Auswahl der Glyphen Mit Erreichen der Stufe 25 ist es uns gestattet, einige unserer Fähigkeiten durch den Einsatz von Glyphen (besucht hierzu bitte den Inschriftenkundler eures Vertrauens) weiter zu verstärken. Das Glyphenfenster lässt sich mittels Reiter im Talentfenster öffnen. Jeweils auf Stufe 25, 50 und 75 haben wir die Möglichkeit je eine primäre, erhebliche und geringe Glyphe einzusetzen. Bei den Primärglyphen gibt es eigentlich nur 3 wirklich sinnvolle Glyphen :
Bei den erheblichen Glyphen dagegen, hat man durchaus ein wenig mehr Spielraum, ich habe mich für folgende Konstellation entschieden :
Glyphe „Willensentzug“ - Bei Tötung eines Zieles mit Schattenwort: Tod, welches einem noch Erfahrung oder Ehre gewähren würde, regeneriert man im Verlauf von 12 Sek. 12 % seines gesamten Manas Glyphe „Schleier“ – verringert die Abklingzeit des Zaubers Verblassen um 9 Sekunden Glyphe „Massenbannung“ – verringert die Zauberzeit von Massenbannung um 1 Sekunde Durchaus optional einsetzbar wären außerdem noch : Glyphe „Furchtzauberschutz“ – verringert die Abklingzeit des Zaubers um 60 Sek. Glyphe „Geißelgefangennahme“ – verringert die Abklingzeit des Zaubers „Untote fesseln um 1 Sek. Glyphe „psychischer Schrei“ – lässt alle vom Zauber betroffenen Ziele vor Furcht erstarren, anstatt sie wild umherlaufen zu lassen. Abklingzeit des Zaubers erhöht sich jedoch um 3 Sekunden. Zu guter Letzt wären dann noch die geringen Glyphen zu nennen, auch hier ist einiges an Spielraum geboten, doch würde ich hier 2 ganz besonders ins Auge fassen wollen : Glyphe „Schattengeist“ – Ihr erhaltet 5 % eures gesamten Manas zurück, wenn euer Schattengeist durch erlittenen Schaden stirbt Glyphe „Levitieren“ – Für den Zauber werden keine Reagenzien mehr benötigt (mehr Platz im Inventar – yeah !) Alle anderen geringen Glyphen sind ebenfalls durchaus von nutzen .... Der Schattenpriester „en Vogue“ – Die Ausrüstung und Gewichtung der einzelnen Werte Da sich der Schattenpriester mittels Zauber bzw. Magie zur Wehr setzt, benötigt er Ausrüstung, welche entsprechende Werte mit sich bringt, die seine Zauber so richtig zur Geltung kommen lassen. Weiterhin ist der Priester ein Träger von Stoffrüstung, weswegen er auch umgangssprachlich auch gern als „Stoffie“ bezeichnet wird.Welche Werte sind wichtig für uns ? Intelligenz - Dieser Wert steht ganz klar an aller oberster Stelle. Intelligenz gewährt uns neben Mana, Zaubermacht und kritische Trefferwertung. Je höher die Zaubermacht unseres Priesters ist, je höher fällt auch der Schaden der jeweiligen Zauber letztlich aus. Trefferwertung – Zauber können jedoch nur dann auch wirklich Schaden anrichten, wenn man den Gegner damit trifft. Verfehlt man, lacht sich der Gegner ins Fäustchen und der Schattenpriester läuft Gefahr, wenige Augenblicke später tot am Boden zu liegen. Nicht schön! Wir benötigen auf Stufe 85 eine Trefferwertung von 17 % (ein kleiner Tick drunter oder drüber ist nicht weiter schlimm) um auch Gegnern in Raidinstanzen unsere Zauber richtig und effizient um die Ohren hauen zu können. Dank unseres Talentes „Okkultismus“ im Schattenbaum, wird der Wert Willenskraft 1:1 in Trefferwertung umgewandelt. Zusätzlich zu Ausrüstung, welche Trefferwertung als Wert mit sich bringt, lohnt es sich also, auch Ausrüstung mit Willenskraft nicht unbeachtet zu lassen. Zusätzlich sorgt Willenskraft auch noch dafür, dass sich unser Mana außerhalb eines Kampfes schneller regeneriert. Ich persönlich würde Willenskraft demnach immer den Vorzug vor reiner Trefferwertung geben. Tempowertung – Tempowertung ist nachfolgend immens wichtig für einen Schattenpriester, da zum einen die Zauberzeit dadurch verringert wird, zum anderen aber auch unsere DoT’s (Schaden über Zeit) davon sehr stark profitieren. Seit dem neuesten Patch gibt es ein sogenanntes „Tempowertungssoftcap“, sprich eine seichte Wertobergrenze. Diese liegt aktuell auf Stufe 85 ohne zusätzliche Buffs (z. B. durch „finstere Absichten“ eines Hexenmeisters) bei ca. 2588 Punkten Tempowertung, welches wiederum ca. 30 % Tempowertung entspricht. Meisterschaft - Mit Stufe 80 wird unsere Meisterschaft freigeschaltet, welche beinhaltet, dass sich der Schaden unserer Schattenkugeln um einen gewissen Prozentsatz pro Punkt Meisterschaft erhöht. Dieser Wert ist leider nicht so stark für uns Schattenpriester, wie vielleicht gewünscht, von daher kümmern wir uns um die Erhöhung der Meisterschaft nach Möglichkeit erst, wenn alle anderen Werte, nämlich Trefferwertung (17 %) und Tempowertung (ca. 30 %) voll und ganz erreicht sind. Kritische Trefferwertung – Kritische Trefferwertung ist unser schwächster Wert. Durch Ausbau unseres Wertes Intelligenz erhalten wir auch kritische Trefferwertung, weiterhin werden wir immer wieder auf Ausrüstung diesen Wert finden. Mehr dazu gleich beim Thema „Ausrüstung umschmieden“. Zusammenfassung : Intelligenz > Trefferwertung (Willenskraft) > Tempowertung > Meisterschaft > kritische Trefferwertung Ausrüstung umschmieden Nicht immer finden wir auf Ausrüstungsgegenständen die für uns passenden Werte, drum haben wir die Möglichkeit unsere Ausrüstung bei einem NPC in den Hauptstädten umzuschmieden, also passend zu machen. Beim Umschmieden einzelner Ausrüstungsteile sollten wir darauf achten, für uns unwichtige Werte in wichtige umzuwandeln und somit dafür zu sorgen, dass wir die Werte erreichen, von denen im vorherigen Kapitel die Rede war. Unwichtige Werte sind primär erst einmal kritische Trefferwertung und Meisterschaft, letzteres jedoch nur dann, wenn wir mit unserer Tempowertung noch nicht am Cap sind. Edelsteine und Verzauberungen Edelsteine Durch das Einsetzen von Edelsteinen in manchen Rüstungsteilen haben wir die Möglichkeit, die Rüstung noch einmal zu verbessern. Folgende Edelsteine sind hierbei für einen Schattenpriester vonnöten:
Je nach Einsetzen der jeweiligen Farbe werden auf den Ausrüstungsgegenständen dann auch noch Sockelboni freigeschaltet. Nicht immer lohnt es sich, diese zu aktivieren. Dies sollte abgewogen werden.
Verzauberungen Sinnvolle Verzauberungen sind jene, welche unsere Intelligenz, Tempowertung oder unseren Zauberschaden erhöhen. Befragt hierzu den Verzauberer eures Vertrauens, er wird euch gern Einblick in seine Künste gewähren und euch ggf. auch beraten. Schaut auf Stufe 85 auch mal bei den Fraktionshändlern in Hyjal (Kopfverzauberung) und in Tiefenheim (Schulterverzauberung) vorbei. Gegen entsprechenden Ruf bei der jeweiligen Fraktion bieten deren Händler die eben genannten Verzauberungen an. Auf in den Kampf ! – Die Spielweise des Schattenpriesters Nachdem wir uns nun mit viel Theorie um Talente, Werte und Ausrüstung rumgeschlagen haben, gönnen wir uns erst einmal ein Tässchen Tee oder Kaffee, um das Ganze zu verdauen und um uns auf die Kampfmechanik vorzubereiten ..... Die Zauber des Schattenpriesters und ihre Anwendung : Unsere DoT’s :
Unsere Direktzauber :
Schutzzauber :
Kontrollzauber :
Buffs :
Natürlich verfügen wir Priester im allgemeinen über noch einige Zauber mehr, siehe Zauberbuch, doch sind die hier aufgeführten Zauber all jene Zauber, welche sich der Schattenpriester ab Stufe 85 zunutze macht. Schattenpriester haben kein sogenanntes Zauberrotationsprinzip, vielmehr bedienen sie sich einer Abfolge von Prioritäten. Nachdem wir uns mit Seelenstärke, Schattenschutz, inneres Feuer und der Vampirumarmung „gebufft“ haben und uns selbstverständlich in Schattengestalt befinden, verwenden wir im Kampf folgende Zauber in folgender Reihenfolge : Zuerst zaubern wir unsere DoT’s Vampirberührung, Schattenwort: Schmerz und verschlingende Seuche (in der Reihenfolge) auf unseren Gegner und achten immer darauf, dass diese stets auf dem Gegner aktiv bleiben und nicht auslaufen. Bis auf Schattenwort: Schmerz, welches durch den Einsatz von Gedankenschinden auf dem Gegner immer wieder erneuert wird, sind wir gezwungen unsere anderen beiden DoT’s regelmäßig nachzuzaubern und somit ein Auslaufen auf dem Gegner zu verhindern. Wichtig ist, dabei zu beachten, dass wir die DoT’s nicht zu früh nachzaubern. Im Idealfall hat sich nach dem Setzen der DoT’s nun bereits eine Schattenkugel bei uns aktiviert, was uns dazu veranlasst, einen Gedankenschlag zu zaubern. Da dieser ja dann erst einmal Abklingzeit hat und ein rumstehen und zugucken den Gegner leider nicht tötet, füllen wir diese Zeitlücke mit Gedankenschinden. Bald schon dürfte es dann an der Zeit sein unseres DoT’s auf dem Gegner zu erneuern, weiterhin ist der Gedankenschlag dann auch wieder aktiv und kann erneut gezaubert werden. Verfügt unser Gegner dann irgendwann über nur noch 25 % oder weniger Leben, bauen wir das Schattenwort: Tod mit in unsere Zauberabfolge ein und halten dieses ebenfalls auf Cooldown (sprich : immer zaubern, wenn verfügbar). Um unsere Kampfkraft noch weiter zu verstärken und dem Gegner noch mehr zuzusetzen bedienen wir uns unserem Schattengeist. Dieser gibt einem nicht nur Mana wieder, sondern haut dem Gegner auch noch über einen gewissen Zeitraum ordentlich mit auf die Mütze. Ich persönlich zaubere ihn gleich nachdem ich meine DoT’s zu Kampfbeginn auf dem Gegner aktiv habe und halte ihn ab da immer auf Cooldown. Weiterhin verfügen wir dank Talent noch über unseren Erzengel, bzw. dunklen Prediger. Der dunkle Prediger wird automatisch aktiviert, wenn wir Zauber wirken und der stapelt sich auf uns bis zu 5x. Dadurch erhöht sich noch einmal unser Schaden, den wir austeilen. Zünden wir nun dann noch bei 5 Stapeln den damit verbundenen Erzengel, entlädt sich die Schadensenergie und erhöht unseren Schaden von Gedankenschlag und Gedankenschinden, sowie Schattenwort: Tod noch einmal. Haltet diesen durchaus auch auf Cooldown. ACHTUNG : Zündet den Erzengel bitte immer erst dann, NACHDEM ihr eure DoT’s auf dem Gegner erneuert habt, da der Erzengel die Stapel auf uns aufzehrt, und wir diese dann mittels Gedankenschinden neu auf uns aufbauen müssen. Der Gedankenstachel wird ausschließlich dazu benutzt, wenn schnell mal ein Schadensstopp eingelegt werden muss, er entfernt alle auf dem Ziel aktiven DoT’s. Auch zum schnellen „Umnuken“ kann er durchaus mal verwendet werden, in die eigentliche Zauberpriorität gehört er jedoch ansonsten nicht. Dispersion eignet sich wunderbar dazu, um Schaden, der auf einen einprasselt kurzzeitig um 90 % zu minimieren, weiterhin regenerieren wir durch diesen Zauber Mana. Und sollten wir mal Aggro ziehen, gibt’s immer noch unseren Zauber Verblassen, welcher dafür sorgt, dass der Gegner kurzzeitig nicht mehr ganz so böse auf uns ist . Kleine Helfer im Kampf, vor allem im Raid sind weiterhin Fläschchen und Bufffood, welches unsere Zaubermacht, bzw. unsere Intelligenz erhöht. Auch Tränke, welche wir in Phasen von Heldentum / Kampfrausch einsetzen können (z. B. Vulkanischer Trank) machen durchaus Sinn. Weiter noch können wir uns das Leben im Kampf vereinfachen, durch den Einsatz von Addons. Neben den gängigen Raidaddons wie z. B. Deadly Boss Mods und Omen, habe ich auch sehr gute Erfahrungen mit Class Timer gemacht, einem Addon, welches mir noch einmal separat anzeigt, wie lange meine DoT’s noch auf dem Gegner aktiv sind. Wem die Informationen hier in meinem Guide jetzt zu gering oder zu unausführlich sind, dem empfehle ich noch folgende, sehr gute und informative Seiten : www.manaflask.com www.shadowpriest.com In diesem Sinne, viel Spass mit eurem Schattenpriester Rilifane (c) by Michaela Schulz 20.08.2011
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Da sich der Schattenpriester mittels Zauber bzw. Magie zur Wehr setzt, benötigt er Ausrüstung, welche entsprechende Werte mit sich bringt, die seine Zauber so richtig zur Geltung kommen lassen. Weiterhin ist der Priester ein Träger von Stoffrüstung, weswegen er auch umgangssprachlich auch gern als „Stoffie“ bezeichnet wird.
