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Artikel (Special)

Collector (Markus Heitz)


Nach einem kurzen Ausflug in die Welt des Cyberpunk von Shadowrun konzentrierte sich der mehrfach mit dem deutschen Phanstastik Preis ausgezeichnete Bestseller-Autor Markus Heitz wieder auf das Reich des Horrors und der Fantasy. Den meisten Lesern dürfte er mit seiner preisgekrönten Zwergen-Reihe bekannt sein. Trotzdem juckte dem Vielschreiber das Sci-Fi Genre irgendwann wieder in den Fingern, und diesmal sogar als Herzensangelegenheit. Als langjähriger Rollenspieler war er Ende der Achtziger ein großer Fan des Pen&Paper Spieles JUSTIFIERS. Das Spiel verschwand schnell wieder vom Markt, aber nicht aus seinem Kopf. Zwanzig Jahre später recherchierte er den Rechteinhaber des Spiels und sicherte sich alle Rechte der Rollenspielwelt. Der Roman Collector ist daher auch der Auftakt zu einem Neustart von JUSTIFIERS, mit einem P&P Rollenspiel aus dem Hause Ulisses Spiele, einer Taschenbuch-Serie von verschiedenen Autorinnen und Autoren sowie einer Comic-Serie.

Inhalt:

Das Weltall ist nicht groß genug, um zu entkommen...

Wir schreiben das Jahr 3042. Die Menschheit ist ins Weltall aufgebrochen, doch nicht mit eigener Technik, sondern mit Hilfe von Objekten, die man bei Ausgrabungen auf der Erde gefunden hat: außerirdische Hinterlassenschaften, die zwar funktionieren, deren Funktionsweise die menschlichen Piloten jedoch nur in Ansätzen verstehen. So verläuft die Besiedelung anderer Planeten denkbar chaotisch. Doch dann treffen die Menschen auf eine außerirdische Spezies – die Collectors –, die anbietet, die menschliche Zivilisation unter ihre Fittiche zu nehmen und in die Gemeinschaft der galaktischen Völker einzuführen. Ein Angebot, das die Menschen nicht ablehnen können – mit katastrophalen Folgen.
 
Das Buch:

Mit Collector ist Heitz seiner Linie treu geblieben, er hat sie nur zu den Sternen transportiert. Wer den Autor kennt weiß, dass es auch hier nicht ohne Blutvergießen zugehen kann, auch wenn es weniger plakativ eingesetzt wird. Es ist eine gewohnt gradlinige Geschichte geworden, aber wie immer mit einer ausgearbeiteten Welt und Figuren, die stets mehr als nur Statisten zu sein scheinen. Das muss sie aber auch sein, wenn Heitz damit den Grundstein eines neuen Universums legen will.

Saubere Science Fiction wie in Star Trek liegt ihm einfach nicht, und so wird der Leser auch hier mit der brutalen Realität konfrontiert, in der verschiedene Interessensgruppen und Ideologien um ihr Stück vom Kuchen kämpfen. Irgendwelche Schwächen in der Erzählung sucht man bei einem Routinier wie Heitz natürlich vergeblich, so dass Freunde der härteren Sci-Fi hier voll auf ihre Kosten kommen.

Softcover / Heyne Verlag / 656 Seiten / ISBN 978-3453526501 / € 14,95

 

Geschrieben von: Dirk Kons am 23.08.2011





 


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