Killzone - Übermacht (Sam Bradbury)
Bücher zu Videospielen liegen voll im Trend, sei es als Nacherzählung oder als eigenständiger Handlungsstrang, der den Kosmos seines Spiels erweitert. Killzone - Übermacht versorgt Fans des dritten Teils von Sonys Prestige-Shooter mit einer dichten Nacherzählung der Story, angereichert mit Hintergrundinformationen, die so im Spiel nicht zu erfahren waren.
Inhalt:
Es liegt weder Poesie noch Romantik im Krieg. Er ist brutal, hässlich, erschreckend und er verwandelt Menschen in Tiere. Sie kreischen, brüllen und walzen alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellt – in der Hoffnung zu überleben.
Der erbarmungslose Diktator der Helghast, Scolar Visari, ist tot. Niedergestreckt liegt er den beiden ISA-Soldaten Sev und Rico zu Füßen. Doch die Schlacht ist alles andere als geschlagen, denn der Tod des Diktators hat das Helghast-Imperium ins schiere Chaos gestürzt und sein letzter grausamer Akt - die Zündung der Atombombe - hat die Reihen der Special Forces empfindlich dezimiert. Nun sind Sev und Rico auf sich allein gestellt. Und sie werden alles daran setzen, die verbliebenen Helghast-Truppen in Schach zu halten - koste es, was es wolle...
Das Buch:
Autor Sam Bradbury bringt die Geschichte von Killzone 3 aus der Sicht von Sergeant Tomas 'Sev' Sevchenko routiniert zu Papier. Da dieser auch die Spielfigur in Killzone 3 ist, ist der Wiedererkennungswert für Kenner des Spiels sehr hoch. Die Geschichte ist fesselnd und in flottem Tempo geschrieben, und spart auch nicht mit explizierten Gewaltbeschreibungen. Aber das Spiel war ja schon nur für Volljährige frei gegeben und nichts für zarte Gemüter. Sehr interessant sind die Passagen, in denen Sev seine Kindheit und Jugend beschreibt, wie er lebte und warum er schließlich beim Militär landete. Nicht minder interessant ist auch die Hintergrundgeschichte des Spiele-Universums. Der Entwicklung der Menschheit bis zum Planten Vekta und der Rasse der Helghast wird ein eigenes Kapitel gewidmet, und bereichert die Welt von Killzone besonders für Fans ungemein. All dies lässt ungewohnt tief hinter die Fassade eines Egoshooter-Charakters blicken, der ja gewöhnlich nicht mehr als ein Waffenträger und Darsteller und Zwischensequenzen ist. Aber auch die Gegner gewinnen an Tiefe dazu, und sind nicht nur mehr Abziehbilder von 'Nazis im Weltraum', wie sie gerne bezeichnet wurden.
Insgesamt ist 'Killzone – Übermacht' ein kurzweiliges und gut zu lesendes Buch, welches man jeden Fan des Spiels mit gutem Gewissen ans Herz legen kann. Aber auch Nichtspieler mit Faible für militärische SciFi-Geschichten können hier auf ihre Kosten kommen.
Softcover / Panini Books / 316 Seiten / ISBN 978-3833223228 / € 14,95
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