Sie befinden sich hier:  Startseite / Artikel / Allgemein
Artikel (Review)

Haunted (Review)


Das Entwicklerteam von Deck13 hat wieder zugeschlagen und mit Haunted ein neues Adventure auf den Markt gebracht. Unter Abenteuer-Freunden hat sich Deck13 mit Produktionen wie Jack Keane und vor allem Ankh einen sehr guten Namen gemacht. Aber auch in anderen Genres ist das Team kein unbeschriebenes Blatt mehr, wie beispielsweise Venetica gezeigt hat. Nun ist also Haunted an der Reihe, und verwunschen war so einiges an der Entwicklung des Spiels.

So sollte das Spiel zunächst über JoWood veröffentlicht werden. Doch mitten in der Entwicklung von Haunted meldete die Firma Insolvenz an und Deck13 musste sich auf die Suche nach einem neuen Publisher machen, den man nun mit dtp entertainment auch gefunden hat. Somit stand der Fertigstellung nichts mehr im Weg und nach Haunted ist mit „Tiger and Chicken“ bereits der nächste Titel in Arbeit, auch Jack Keane 2 wurde angekündigt.



Die Geister, die ich rief

Heldin des im viktorianischen London angesiedelten Spiels ist Mary. Hier in der Hauptstadt schlägt sie sich als Straßenkind durch. Seit sie jedoch an einem schicksalhaften Tag ihre kleine Schwester Emily bei einem Zugunglück verloren hat, wird Mary von Visionen und Träumen heimgesucht, in denen sie Hilferufe ihrer Schwester hört. „Hilf mir – sie tun mir weh! Rette mich!“. Wie soll man jedoch jemandem helfen, der tot ist? Mary macht sich auf die Suche nach Hinweisen und entdeckt schließlich eine unheimliche Geisterwelt.
Geht das erste Kapitel noch recht ernst zur Sache, kommt ab dem zweiten der skurille Humor des Spiels zum Vorschein. So gibt es Begegnungen mit verschiedenen Geistern und Hilfe bekommt Mary unter anderem von Oscar, dem Schrecklichen.
Gesteuert wird das Ganze, wie bei Point & Click Adventures üblich, mit der Maus. Die Rätsel sind von recht leicht bis knackig und für Anfänger steht eine optionale Lösungshilfe parat.



Grafisch ist das Spiel im Stil der Tim Burton Filme Corpse Bride oder Nightmare before Christmas gehalten, was gut aussieht und zur Handlung passt. Auch beim Sound hat man sich Mühe gegeben, vor allem die Synchronisation der Figuren mit den Stimmen bekannter Schauspieler ist klasse. Die Rätsel sind abwechslungsreich, stellen für erfahrene PC-Abenteurer aber kein größeres Hindernis dar. In knapp zehn Stunden sollte man sich durch die Aufgaben gearbeitet haben. Haunted ist ein nettes Adventure, von denen es nie genug geben kann.


 

Geschrieben von: Bert Werner am 05.09.2011





  

Positiv

  • viel Humor
  • bekannte Synchronstimmen

 


Affenclub.net |Koobi:CMS 7.25 © dream4® | Impressum | Bookmark and Share