Artikel (Review)
Driver San Francisco
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Ganze elf Jahre ist es bereits her, als der erste Teil der Serie das Licht der Welt erblickte und begeisterte Spieler ihre Autos auf der PS1 zu Schrott fuhren. Einige mehr oder weniger gelungene Fortsetzungen für verschiedene Plattformen folgten und nun dürfen die Hobbyfahrer San Francisco unsicher machen. Die Handlung setzt rund ein halbes Jahr nach dem letzten Spiel ein. Natürlich übernimmt der Spieler wieder die Rolle von John Tanner, dem Undercover-Cop.
Johns Partner und Freund Tobias Jones nimmt auf dem Beifahrersitz Platz. Und noch ein bekanntes Gesicht ist wieder mit dabei: Jericho, der Gangsterboss von San Francisco. Nachdem Tanner Jericho endlich in den wohlverdienten Knasturlaub geschickt hat, gelingt ihm jedoch eine spektakuläre Flucht. Logisch, dass unsere beiden Cops gleich wieder die Verfolgung aufnehmen. Die Vorgeschichte wird mit gelungenen Videos und spielbaren Szenen erzählt. Leider verläuft die Verfolgung Jerichos so gar nicht nach Plan, denn die beiden Polizisten geraten in eine Falle und Tanner landet im Krankenhaus und befindet sich im Koma. ![]() Die Arbeit im Schlaf erledigen Wie in den britischen TV-Serien Life on Mars und Ashes to Ashes ruht sich Tanner im Koma aber keineswegs aus, sondern landet prompt in einer Art Parallelwelt. Und in dieser Welt hat Tanner eine einzigartige Fähigkeit. Ganz nach Lust und Laune, oder wie es die jeweilige Situation erfordert, kann er sich in die Körper anderer Personen shiften. Dazu sucht sich der Spieler in der Vogelperspektive ein Auto auf der Strasse aus und per Druck auf die A-Taste sitzt er dort am Steuer, im Körper des echten Fahrers. Das ist zu Anfang sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig, macht nach kurzer Zeit aber richtig Spaß. Und ist auch richtig praktisch bei den vielen verschiedenen Missionen, die das Spiel zu bieten hat. 130 davon wollen abgearbeitet werden. Und so shiftet Tanner schon mal in das Auto eines Kamerateams, das eine Reality Show über Raser dreht, stellt den Ü-Wagen am erforderlichen Punkt ab und shiftet weiter, um mit anderen Fahrzeugen die richtigen Szenen, wie Crashs oder Drifts, vor der Kamera zu prduzieren. Oder es geht in einen Rettungswagen und ein Patient muss innerhalb einer bestimmten Zeit im Krankenhaus abgeliefert werden. Ein Beifahrer darf bei den Missionen natürlich nicht fehlen, das reicht von der meckernden Ehefrau bis zum Kollegen, der sich über die plötzlich verlorenen Ortskenntnisse wundert. Die verschiedenen Missionen bieten extrem viel Abwechslung und lassen erst gar keine Langeweile aufkommen. Hat man einige der Missionen erfüllt, geht es immer wieder ein wenig mit der eigentlichen Story voran. ![]() Autoschrott, in Lizenz produziert Driver San Francisco ist auch etwas für Sammler. Hier kann der Spieler nämlich Auto sammeln. Durch erledigte Missionen und spektakuläre Fahrweise erhält der Gamer Willenskraft gutgeschrieben, die Spielwährung. Damit kann in den Werkstätten der Stadt das Auto aufgerüstet werden oder man kauft sich ein neues Fahrzeug, wenn die virtuelle Kohle reicht. Und hier gibt es insgesamt 120 lizenzierte Fahrzeuge, vom Audi TT über den Ford GT bis zum Aston Martin. Grafisch kann sich das komplette Spiel sehen lassen. Die Zwischensequenzen sehen beeindruckend aus und auch die Spielegrafik macht ihre Sache gut. Die Strassen sind belebt und die Häuserschluchten sorgen für die richtige Stimmung. Wirklich gut gelungen ist auch der Sound, samt guten Sprechern und klasse Musik. ![]() Multiplayer Erstmals hat es auch ein Multiplayerpart in ein Driver-Spiel geschafft, und was für einer. So geht es sowohl offline als auch online zur Sache. Acht Spielmodi stehen dabei allein für den offline Betrieb zwei Spielern zur Verfügung, die wahlweise gemeinsam oder gegeneinander arbeiten können. Und der Online-Modus bietet mit elf Varianten noch mehr Vielfalt. Dazu muss jedoch, wie immer öfter üblich, ein „U-Pass“ Code eingegeben werden. ![]() Klasse, mit diesem einen Wort ist das Fazit des Spiels eigentlich schon fertig. Driver San Francisco ist rundum gelungen, bietet eine spannende Story, mit der Shift-Funktion zudem eine tolle Idee und jede Menge Abwechslung in den Missionen. Das Strassennetz ist ausreichend groß, Fahrzeuge können gesammelt werden und ein wirklich umfangreicher Mehrspielermodus ist auch dabei. Klasse. Punkt.
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