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Madden NFL 12 (Review)


Nach einjähriger Pause in Deutschland feiert die beliebteste Football-Spiel Reihe bei uns ein Comeback. Bei der 2010er Version verzichtete Electronic Arts auf eine heimische Veröffentlichung und die Fans mussten auf Importe setzen. Aber nun kann wieder zu einer offiziellen Fassung gegriffen werden. Immerhin gehört Madden zu den langlebigsten Sportspiel-Serien. Der erste Teil erschien bereits im Jahre 1989 für den PC, die erste Konsolenversion folgte ein Jahr später für das Mega Drive. In jedem Jahr erschien ein Update des Spiels, das ständig verbessert wurde, auch die Lizenz wurde regelmässig erweitert. Im Laufe der Jahre kamen die jeweils aktuellen Systeme zu ihren Fassungen des Spiels, dazu gehören die Xbox, PS2, GameCube, der Gameboy Advance und selbst das iPhone.

Der titelgebende John Madden ist übrigens ein ehemaliger Spieler und Trainer, er coachte die Oakland Raiders und gehört zu den besten Trainers der NFL-Geschichte. Mittlerweile ist er als Autor und Kommentator bekannt.



Touchdown

Schaut man sich die Spieler in den Kadern an, erkennt der Football-Fan, dass es sich hier um die Zusammenstellungen der vergangenen Saison handelt. Auf Grund eines Streiks wurden die aktuellen Kader erst sehr spät bekanntgegeben, offensichtlich zu spät für das Spiel. Es besteht aber die Möglichkeit, online Aktualisierungen zu bekommen.
Zur letzten Version hat sich in der Spielbarkeit einiges getan. Durch die Player Impact Engine sehen die Tacklings unglaublich realistisch aus und so hat man das Gefühl eine echte Übertragung im TV zu sehen. Auch grafisch sieht das Spiel nun deutlich imposanter aus und auch an der Präsentation wurde Feinarbeit geleistet. Das reicht von den Teammaskottchen, über den obligatorischen Münzenwurf vor dem Spiel bis zu den jubelnden Fans im Stadion. Ein wenig mehr Pep hätten aber die Kommentatoren vertragen können, die klingen in anderen EA Sports Spielen deutlich enthusiastischer. Bei den Spielmodi hat sich nicht viel getan, aber da gab es ohnehin kaum etwas zu verbessern.



Wie bei den jährlichen EA Sports Updates üblich, gibt es auch bei Madden NFL 12 viele kleine Verbesserungen, die das Spiel wieder etwas realistische und angenehmer zu spielen machen. Grafisch sieht das wirklich gut aus, auch der Sound kann sich hören lassen, mal abgesehen von den Kommentatoren, da ist deutlich Luft nach oben. Die Präsentation ist dagegen wirklich klasse und Football Freunde kommen hier, wie in jedem Jahr, auf ihre Kosten. Leider hat sich auch hier die Unart durchgesetzt, dass kein gedrucktes Handbuch dabei ist, lediglich eine digitale Variante ist im Spiel integriert.



Der Madden Fluch

Etwas sehr kurioses betrifft die Cover-Stars der Serie. Bis ins Jahr 1998 zierte der titelgebende John Madden die Cover der Spiele, danach waren es jeweils aktuelle Spieler der NFL. Und die waren nach den Cover-Ehren seit dem immer vom Pech verfolgt. Der erste war 1999 Garrison Hearst von den 49ers, der sich einen Wadenbeinbruch zuzog. Ein Jahr später beendete Coverstar Barry Sanders plötzlich seine Karriere, Dorsey Levens erlitt eine schwere Knieverletzung. So und ähnlich erging es Jahr für Jahr jedem Spieler, der das Cover einer Madden NFL Ausgabe zierte.

Seltsam? Aber so steht es geschrieben.

 

Geschrieben von: Bert Werner am 18.09.2011





  

Positiv

  • tolle Präsentation
  • klasse Grafik
  • viele Spielmodi

Negativ

  • lahme Kommentatoren
  • kein gedrucktes Handbuch

 


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