Artikel (Review)
Orcs Must Die! (Review)
|
"Orcs Must Die!“, worum geht´s da wohl? Genau, um tote Orks. Und wir reden hier nicht von hundert oder zweihundert Grünhäuten, wie man sie als Held in einem durchschnittlichen Fantasy-Spiel schonmal über die Klinge springen lässt, sondern von tausenden und abertausenden toten Orks. Das neue Spiel von Robot Entertainment, das es für 1200 Microsoft Points via Xbox LIVE gibt, trägt das Ausrufezeichen im Titel völlig zu Recht.
"Orcs Must Die!" ist im Prinzip eine Mischung aus Hack-and-Slay- und Tower-Defense-Spiel. Der Spieler steuert einen großspurigen Jungmagier in der 3rd-Person-Perspektive durch die Innenräume verschiedener Burgen und verteidigt magische Portale vor den anstürmenden Orkhorden. Neben einer Armbrust, einem Zweihänder und diversen magischen Waffen, mit denen er die Gegner direkt angreift, stehen ihm jede Menge Fallen zur Verfügung, die er in den verwinkelten Gängen zwischen den Burgtoren und den Portalen platzieren kann. Ist der todbringende Parcours vorbereitet, lässt er auf Knopfdruck die Horde los. ![]() Jedes Level ist in mehrere Ork-Wellen unterteilt. Während kurzer Verschnaufpausen kann der Spieler seine bisher gesammelten Punkte investieren, um neue Fallen aufzustellen oder etwa zusätzliche Bogenschützen in den Korridoren zu platzieren. Schaffen es weniger als eine vorgegebene Anzahl Orks durch die Gänge der Burg und schließlich durch das Portal, hat er das Level gewonnen. Das Arsenal an Fallen reicht von Stacheln, die aus dem Boden schnellen, bis zu Katapultplattformen, die die Orks in hohem Bogen durch die Luft schleudern. In jedem der 24 Level wird ein neues Werkzeug zur Verteidigung der Burgen freigeschaltete, und auch neue Gegner kommen in unregelmäßigen Abschnitten hinzu: Flugechsen, kleine, wieselflinke Kobolde oder unglaublich zähe Oger. ![]() Orks, Orks und noch mehr Orks Das war es allerdings auch schon, mehr Abwechslung bietet "Orcs Must Die!" nicht. Wo es anfangs noch Spaß macht, die neusten Fallen an den willigen Testsubjekten auszuprobieren, wird das Spiel auf Dauer ein wenig eintönig. Und zwar nicht nur im Hinblick auf das immergleiche Gameplay, sondern auch was das Design der Level anbelangt – die Burgen sehen, vom Verlauf der Gänge einmal abgesehen, immer sehr ähnlich aus. "Orcs Must Die!" ist daher kein Spiel, das einen wochenlang beschäftigen wird. Dennoch verdienen die Entwickler allein schon für die Idee, ein 3rd-Person-Hack-and-Slay mit Tower-Defense-Elementen zu verbinden, ein großes Lob. Und ein zweites für ihren süffisanten Umgang mit gängigen Fantasy-Klischees. Wer also aus dem letzten Epos noch eine Rechnung mit den Grünhäuten offen hat, bekommt für etwa 10 Euro ein nettes Spiel für zwischendurch – nicht mehr, aber auch nicht weniger.
|
![]()
|






