Mit „Grease“ dürften die meisten John Travolta und Olivia Newton-John, klischeehafte 60er-Jahre-Klamotten und einige unvergessliche Ohrwürmer in Verbindung bringen. Es geht um rivalisierende Jugendgangs, Highschool-Liebe, jede Menge Gesang und Tanz - und natürlich um Sandy. 505 Games lässt den Spieler einen kleinen Zeitsprung zurück machen, wo Jeans, Lederjacke und ein halbes Pfund Pomade im Haar noch hip waren.

Grease ist ein Tanzspiel mit Move-Unterstützung, wer also keinen passenden Controller zu Hause hat braucht das Tanzbein erst gar nicht warm schwingen. Die Bedienung könnte einfacher nicht sein: einfach einen Song unter den drei Schwierigkeitsgraden auswählen, Spieleranzahl einstellen, und los geht’s. Die Tänze entsprechenden immer einer Szene aus dem Film und werden in gewohnter Manier von zwei Darstellern im Comiclook vorgetanzt. Eine Leiste an der linken Seite des Bildschirms gibt dabei eine kleine Hilfestellung, welche Aktion als nächstes gefordert wird. Mit dem Move-Controller in der Hand muss man nun versuchen, die Tanzbewegungen nach zu ahmen und dabei möglichst einen Rest von Würde zu bewahren. Eine Anzeige verrät, wie gut oder schlecht man sich dabei hält und verteilt entsprechend Punkte. Der Höhepunkt des Partyspaßes sind die Schnappschüsse, auf denen man möglichst eine gute Figur abgeben sollte, sowie der kurze Freestyle Mode. Wer hier am besten abgeht wird am meisten belohnt.

Am besten funktioniert Grease natürlich als Partyspiel mit mehreren Leuten, aber natürlich braucht man dafür den entsprechenden Platz vor dem Fernseher. Wer es so gar nicht mit dem Tanzen hat, der kann auch ein kompatibles Mikrofon anschließen und die Tänzer mit seinem Gesang unterstützen. Allerdings ist man dabei auf reine karaokemäßige Textmarkierung angewiesen, eine Stimmlagenanzeige gibt es nicht. Mit ein bisschen Übung sind aber sowohl die Tanzschritte als auch die Melodien zu meistern, auch wenn man sich am Anfang sicherlich etwas ungeschickt anstellen mag. Aber die meisten Lieder sind ja eh Evergreens, und der Spaß sollte im Vordergrund stehen.

Die Move-Erkennung hat leider einen kleinen Pferdefuß, der den Spielspaß dann doch etwas drückt. Und zwar hat die Kamera in dem Spiel einen recht kleinen Erfassungsbereich, den man während des Spiels ständig im Blick haben sollte. Denn anstatt den Raum großflächig zu filmen, schwenkt der Ausschnitt mit dem Spieler mit. Das geht meistens gut, doch bei allzu hektischen Bewegungen verliert der Controller schon mal den Sichtkontakt, was mit einer miesen Bewertung quittiert wird. Bei zwei Tänzern muss man sich dann schon sehr einschränken, um seinem Mitspieler nicht ständig den Move-Controller um die Ohren zu hauen. Wir haben verschiedene Kamerawinkel und Abstände versucht, aber wirklich besser wurde es nicht. Schade, denn ansonsten macht es Laune.