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Artikel (Review)

Need for Speed: The Run


Bereits seit 1996 gibt es die Rennspielreihe Need for Speed von Electronic Arts. Der erste Teil erschien für PCs und die Playstation von Sony. Die folgenden Teile stifteten mit ihrer Nummerierung einige Verwirrung, da einige Teile eigen Fortsetzungen bekamen, wie beispielsweise  Hot Pursuit oder Underground. Mit The Run ist nun das 18. Spiel der Reihe veröffentlicht worden. Und neben den üblichen Rennen wurde erstmals ein richtiger Storymodus in das Spiel gebracht.

In den 70er Jahren veranstaltete das Magazin Car&Driver einige illegale Rennen quer durch die USA, von New York nach Los Angeles. Dabei ging es um die schnellste Zeit und Geschindigkeitsübertretungen waren natürlich keine Seltenheit. Im letzten dieser Rennen wurde auch der Rekord von 32 Stunden und 51 Minuten aufgestellt, was einer Durchschnittgeschwindigkeit von 140km/h auf der 4628km langen Strecke. Gefahren wurde diese Zeit übrigens mit einem Jaguar XJS. Und auch die Filmindustrie war hier nicht untätig und so entstanden mehrere Filme, die diese illegalen Rennen zum Thema hatten. Die bekanntesten Beispiele dürften hier Cannonball aus dem Jahr 1976 mit David Carradine in der Hauptrolle, und Auf dem Highway ist die Hölle los von 1981, mit Burt Reynolds und vielen weiteren Stars sein.
Und nun gibt es auch ein Need for Speed mit der Thematik.



Gas geben für 25 Millionen

Jackson Rourke sitzt gewaltig in der Tinte, oder besser gesagt in einem Porsche, was sich eigentlich gar nicht so schlecht anhört. Doch der Porsche findet sich samt Jackson in einer Schrottpresse wieder und nach einem Quicktime-Event kann der Spieler samt Rourke entkommen. Die Gangster nehmen die Verfolgung auf, lassen sich aber recht schnell abschütteln. Rourke schuldet üblen Typen eine Menge Geld, und die spaßen nicht. Rettung könnte die gute Freundin Sam Harper sein, denn sie hat ein interessantes Angebot. Ein illegales Straßenrennen unter dem simplen Namen The Run könnte die Lösung für alle Probleme sein. Die Fahrt von San Francisco bis nach New York bringen dem Sieger satte 25 Millionen Dollar ein. Doch dazu muss das Rennen erst einmal gewonnen werden.



3000 Meilen bis zum großen Geld

Das Rennen quer durch die Staaten ist dabei natürlich in einzelne Etappen unterteilt und in denen muss der Spieler verschiedene Aufgaben erfüllen. So geht es mal darum, Checkpoint innerhalb bestimmter Zeiten zu erreichen, mal muss eine gewisse Anzahl an Konkurrenten überholt werden. Klappt es mal nicht, kann der Abschnitt wiederholt werden. Crashs während der Etappen sind auch kein Problem, bis zu neun mal kann per Replay die Zeit zurückgespult werden, um den Abschnitt erneut anzugehen. Und auch die großen Rivalen warten in verschiedenen Etappen darauf, überholt zu werden.
Die Story von The Run ist ganz nett, aber die Inszenierung hätte ein paar mehr Filmsequenzen vertragen können. Hauptaugenmerk wird auf die Rennen gelegt.



Multiplayer mit Season Pass

Wie bei Electronic Arts üblich, muss vor den Multiplayerspielen der Season Pass aktiviert werden. Ist der Code eingegeben, warten Modi wie Supercar Challenge, The Underground oder Muscle Car Battles auf den Spieler. Da unserem Testmuster der entsprechende Code fehlte, konnten wir den Mehrspieler-Bereich noch nicht testen.



Grafisch sieht The Run richtig klasse aus, was sowohl die Rennen, als auch die Filmchen und Quicktime-Sequenzen betrifft. Der Story-Modus leidet ein wenig unter zu wenig Tiefe, das sah beispielsweise bei Fight Night Champion wesentlich besser aus. Die Rennen sind aber wiederum klasse und machen richtig Spaß. Die Etappen bieten auch eine Menge Abwechslung und die Auswahl an lizenzierten Autos ist auch ok. Nett.

Multiplayer und Playstation 3 Version

[Update] Beim Testmuster für die PS3 lag dann doch ein Online Pass bei, mit dem man sich per Playstation Network für den Online-Part freischalten lassen kann. Dafür wird zwingend ein EA-Origin Konto benötigt, was sicherlich nicht jedem gefallen wird, aber bei Titeln von Electronic Arts mittlerweile üblich ist.
Für das schnelle Rennen stehen verschiedene Klassenrennen zur Auswahl, z.B. nur Sportwagen oder Muscle Cars. Anfänger müssen vorerst mit einem Standard-Modell vorlieb nehmen, erst später werden mit steigenden Erfahrungspunkten andere Autos und Designs frei geschaltet. Die Server sind gut besucht, und so dauert es nie lange, bis sieben weitere Mitspieler für ein Rennen gefunden sind. Wer lieber gemeinsam mit Freuden das Spiel bestreiten möchte, kann eine Gruppe mit bis zu sieben Leuten aus der Freundes-Liste bilden. Dann besteht auch die Möglichkeit, einige der begehrten Gruppen-Boni frei zu spielen.

Technisch liegt die PS3-Version mit der Xbox360 gleichauf, Unterschiede muss man mit der Lupe suchen. Ruckler sind uns beim Spielen nicht aufgefallen, und die Frostbite Engine lässt mit allerlei Lichteffekten ihre Muskeln spielen. [Dirk Kons]

 

Geschrieben von: Bert Werner am 23.11.2011





  

Positiv

  • spannende Story
  • schöne Grafik
  • abwechslungsreiche Rennetappen

Besonderheiten

  • Online Multiplayer benötigt EA-Origin Konto

 


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