Artikel (Review)
Blur
|
Review: PC / PS3 / Xbox 360 (getestet)
Autorennen gehören schon seit Ewigkeiten zur Grundausstattung jeder Videospielsammlung. Und ständig werden die Fahrer virtueller Rennautos mit frischen Spielen versorgt. Nun hat Activision mit Blur einen neuen Vertreter des Genres auf den Markt gebracht. Und auch bei Activision haben Rennspiele schon eine lange Tradition, denkt man nur an alte Atari Cassetten aus dem Hause, wie Grand Prix oder Enduro, zurück. Ob Blur auch das Zeug zu einem Klassiker hat, zeigt unser Test. Es wird immer schwieriger, die Spieler dazu zu bringen, ein neues Rennspiel zu kaufen. Irgendwie war doch alles schon mal da. Sämtliche offiziellen Rennkurse auf der ganzen Welt, sämtliche Rennklassen, von Kleinwagen bis zum Dragster, wurden schon mehr oder weniger erfolgreich versoftet. Und auch die wohl meisten Automarken waren schon in diversen Games vertreten. Was hat also Blur neues zu bieten? Auch hier muss man schließlich erster werden, um das Rennen zu gewinnen. Doch die Möglichkeiten, im Rennen auf den ersten Platz zu kommen macht hier den Unterschied. ![]() Die Qual der Wahl Blur hat mit rund 50 verschiedenen Fahrzeugen Autos für jeden Geschmack zu bieten. Zwar ist anfangs die Auswahl noch recht überschaubar, doch mit Siegen schaltet man weitere Fahrzeuge frei, die man sich in seiner Lieblingsfarbe "lackieren" kann. Beginnen tut man im ersten Rennen beispielsweise mit einem Ford Focus, sitzt später in einem Mustang und krönt seine Rennkarriere in einem Audi R8. Übrigens sind alle Fahrzeugtypen durch eine recht unkomplizierte Steuerung leicht zu beherrschen. Hier wurde mehr Wert auf Action und leichte Bedienbarkeit, als auf Realismus gelegt. Zwar gibt es bei den verschiedenen Boliden durchaus Unterschiede, die sind aber minimal. Meistens ist man eh nur mit Vollgas unterwegs, die Bremse rostet da fast ein und die Handbremse wird nur für Drifts in recht schwierigen Kurven benötigt, was aber schon etwas Übung erfordert. ![]() Mehr Qual mehr Wahl Blur bietet verschiedene Spielmodi, klar ist auch ein Karrieremodus dabei, der wie so oft meisten Spaß macht. Daneben gibt es einzelne Rennen in verschiedenen Versionen oder Multiplayer mit bis zu vier Spielern daheim oder mit noch mehr echten Gegnern über die Internetverbindung. Die Strecken, die Blur zu bieten hat, befinden sich auf dem ganzen Globus verteilt. So hetzt man von Spanien nach England usw. Die Rennen gehen dann mit fliegendem Start los und bei 20 Autos ist gleich zu Beginn ein großes Gedränge vorprogrammiert. ![]() Aufstieg eines Rennfahrers Um seine Fahrerkarriere in Schwung zu bringen, müssen bestimmte Aufgaben erfüllt werden. So muss die Fanbasis erweitert werden, was natürlich am einfachsten mit Siegen in den Rennen gelingt. Und in den Rennen geht es richtig zur Sache, dafür sorgen die Powerups, die man verteilt auf der Strecke findet. Diese haften sich quasi beim Überfahren an das Heck des Autos, dort können sich durchaus mehrere verschiedene befinden. Per Knopfdruck aktiviert man nun einen Nitroboost, legt Minen oder schießt Feuerbälle auf seine Gegner ab. Doch diese tun das dem Spieler gleich und so wird man öfter als einem lieb ist, von diversen Nettigkeiten getroffen und büsst damit seine gute Platzierung ein. ![]() Blur ist ein Arcaderacer, der sich durch seine einfache Steuerung und Action ohne Ende wohltuend von den ganzen Simulationen abhebt, in denen man fast jede Schraube des virtuellen Rennautos selbst justieren muss. Das Spiel bietet eine tolle Grafik, die Strecken sehen besonders nachts fantastisch aus. Der Sound ist ebenfalls gelungen, was die Geräuschkulisse der Rennen betrifft, als auch die Musikuntermalung, der Soundtrack hat von Rock bis Hip-Hop so einiges zu bieten. Ein extrem spaßiger Multiplayermodus sorgt zusätzlich für Abwechslung. Klasse Spiel. Da bleibt mir nur noch zu sagen: Gentlemen, start your engines.
|
![]()
|









