Artikel (Review)
AMY
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Schon recht lange wurde das Spiel Amy von Lexis Numérique angekündigt, nun ist der Titel auf dem Xbox Live Marktplatz und im PlayStation Network angekommen. Und für Freunde klassischer Survival-Horror-Spiele hört es sich auch wie ein wahrer Leckerbissen an und die Screenshots und Trailer, die im Vorfeld veröffentlicht wurden, machten auch Appetit auf mehr. Ob es sich lohnt, 800 Microsoft Points, bzw. 9,99€ in den Download des Spiels zu investieren, soll unser kleiner Test zeigen.
Der Spieler übernimmt die Rolle der jungen Frau Lana, die mit der kleinen autistischen Amy per Bahn unterwegs ist. Doch die Reise endet ziemlich heftig in einem Bahnhof und offenbar hat der Einschlag eines Kometen fast alle Menschen in eine Art Zombies verwandelt. Und auch Lana hat sich infiziert, zeigt in der Nähe von Amy jedoch keinerlei Symptome. Anscheinend ist das kleine Mädchen der Schlüssel zur Rettung der Menschheit.
![]() Zombies wie du und ich Nun ist aber neben den Zombies, die überall herumlungern auch die Wissenschaft und das Militär hinter Amy her. Und überleben können die beiden nur gemeinsam, also begibt man sich auf die Flucht. Mangels richtiger Waffen, kann sich Lana nur mit dem wehren, was sie so findet, wie einen Baseball-Schläger oder ähnliches. Öfter macht es Sinn, sich zu verstecken, als zu kämpfen. In einige Passagen kann sich nur Amy zwängen, der Spieler kann sie dann zu sich rufen, um beispielsweise durch eine schmale Öffnung zu kriechen und eine Tür zu öffnen. Im Laufe des Spiels entwickelt Amy noch so einige hilfreiche Talente. So kann sie eine Blase erzeuge, die sämtliche Geräusche schluckt.
![]() Ich muss sagen, nach den Vorankündigungen habe ich mich sehr auf das Spiel gefreut, mir gefällt die Story, auch die englische Sprachausgabe ist gut, aber das ist leider auch schon alles. Die Grafik ist bestenfalls Durchschnitt, was man einem Download-Titel sicher noch nachsehen kann. Wenn man aber dank der sehr hakeligen Steuerung zum xten Mal sein Leben verliert, vergeht einem doch schnell die Lust. Dazu ruckelt das Bild recht oft und auch die Speicherpunkte sind unglücklich gewählt. Die Story hat viel Potenzial, die Atmosphäre ist schön düster, die restliche Umsetzung aber leider alles andere als gelungen. Schade.
Nachtrag PS3-Version: Auch hier trüben unschöne Grafik-Ruckler sowie die unnötig komplizierte Steuerung den Spielspaß. Dafür kann AMY mit einer beklemmenden Atmosphäre punkten, die durch den geschickten Einsatz des 5.1 Surround-Sounds und taktisch platzierte Controller-Vibration für schweißnasse Hände beim Spieler sorgt. Schade, dass bei einigen entscheidenen Punkten geschlampt wurde und so das Spiel höchstens im Mittelmaß angesiedelt werden kann. (Dirk Kons)
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