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Artikel (Review)

Star Wars - The Old Republic


Kaum zu glauben, dass die Star Wars Saga schon rund 35 Jahre alt ist. 1977 kam der erste Film in die amerikanischen Kinos und wartete auch gleich mit einer bis dahin einzigartigen Merchandising-Welle auf. Es gab Figuren, ein Brettspiel, Comics, Ein Sammelalbum und ständig kam etwas Neues dazu. Von Computerspielen war man natürlich noch weit entfernt, denn die Technik war damals noch nicht so weit. Die ersten Videospiele erschienen dann mit Jedi Arena und The Empire Strikes Back für das Atari VCS. Und das war nur der Start einer immer größer werdenden Reihe von Video- und Computerspielen. Und auf den heimischen PCs ging es von Rebel Assault und Tie Fighter über das putzige Yoda Stories bis zum ersten MMO, Star Wars Galaxies. Und genau dieses MMO wurde erst kürzlich abgeschaltet und machte damit Platz zum neuen Flaggschiff im Star Wars Universum, The Old Republic.

Und hierbei handelt es sich um ein MMORPG, ein Online-Rollenspiel. Und wie auch beim bekanntesten Vertreter dieses Genres, World of Warcraft, fallen auch hier monatliche Gebühren an. Mit dem Kauf des Spiels erwirbt man 30 Tage Spielzeit, danach schlägt der Spaß mit rund 13.- Euro pro Monat zu Buche.



Hell oder Dunkel, das ist hier die Frage

Nach einem wirklich beeindruckenden Intro mit der bekannten Star Wars Musik, muss sich der Spieler zunächst für eine Seite entscheiden. Folgt er lieber der hellen Seite, wo die Allianz und die Jedi warten, oder doch lieber der dunklen, wo die Sith ihre Intrigen spinnen. Beide Seiten bieten vier Klassen zur Auswahl.



Die Klassen

Auf der hellen Seite gibt es einmal natürlich die Jedi-Ritter, die sich später als Hüter (Tank oder DD) und Wächter (DD) spezialisieren. Dann gibt es den Jedi-Botschafter mit den Spezialisierungen auf Gelehrter (Heiler oder DD) oder Schatten (DD oder Tank). Dritter im Bunde ist der Soldat, der seinen Dienst als Frontkämpfer (Tank oder DD) oder Kommando (DD oder Heiler) versieht. Als letzte Klasse steht noch der Schmuggler zur Wahl, der als Revolverheld (DD) oder Schurke (DD oder Heiler) sein Unwesen treibt.



Die dunkle Seite bietet ein jeweiliges Gegenstück zu den vier Klassen der hellen Seite. Der Sith-Krieger spezialisiert sich als Juggernaut (DD oder Tank) oder Marodeur (DD). Der Sith-Inquisitor kann Attentäter (DD oder Tank) oder Hexer (DD oder Heiler) werden. Der imperiale Agent wird Saboteur (DD oder Heiler) oder Scharfschütze (DD). Als Kopfgeldjäger bekommt der Spieler die Wahl zwischen Powertech (DD oder Tank) und Söldner (DD oder Heiler).

Um sich seinen Charakter zu schaffen, stehen verschiedene Rassen zur Auswahl, wie Menschen, Cyborgs, Twi'Leks oder Miraluka. Und nachdem der Spieler sich für das passende Aussehen entschieden hat, kann es auch schon losgehen.



Karriere im Sternenkrieg

Jede Klasse bekommt hier ihre eigene Story mit entsprechenden, spezifischen Klassen-Quests, die neben den normalen Missionen nur von der jeweiligen Klasse gespielt werden können. Und sämtliche Quest-Texte sind komplett vertont, so entsteht schon von Beginn an eine unglaublich dichte Atmosphäre. Dazu kommt ein Dialogsystem, in dem der Spieler sich immer für verschiedene Antworten entscheiden kann, so kann man einen gerechten Charakter formen, oder aber einen eiskalten Killer, der auch schon mal Unschuldige für ein paar Credits über die Klinge springen lässt.
Wer schon einmal ein MMO gespielt hat, kommt mit der Steuerung problemlos zurecht. Es wird aber bis etwa zum zehnten Level auch alles genauestens erklärt. Später im Spiel bekommt man auch sein eigenes Raumschiff, kann an kleinen Schlachten im Weltraum teilnehmen oder zu anderen Sternensystemen reisen. Und hier sieht man viele bekannte Ortschaften wie Hoth, Alderaan oder Tatooine wieder. PVP Kämpfe gibt es ebenso wie Quests, die sich nur von Gruppen erfolgreich bewältigen lassen. Wer aber lieber allein spielt, muss nicht unbedingt allein über den Planeten laufen, denn der Spieler bekommt verschiedene Gefährten an die Seite gestellt, die sich nicht nur im Kampf bewähren, sondern auch Gegenstände verkaufen, oder kleine Aufträge erfüllen, um Credits zu verdienen. Die werden wiederum für Reparaturen, Waffen, Ausrüstung oder einen flotten Gleiter ausgegeben.



Sicher erfindet The Old Republic das Genre der MMORPGs nicht neu, dafür findet sich der Spieler auch von Beginn an problemlos zurecht. Die Grafik sieht klasse aus und der Sound ist vom Allerfeinsten, was nicht nur die Musik, sondern auch die erstklassigen Sprecher betrifft.  Die Steuerung ist durchweg gelungen und die Quests bieten jede Menge Abwechslung. Dazu kommt eine fantastische Atmosphäre mit spannenden, klassenspezifischen Stories. Als Star Wars Fan der ersten Stunde komme ich hier voll auf meine Kosten. Klasse.

 

Geschrieben von: Bert Werner am 22.01.2012





  

Positiv

  • schöne Grafik
  • epischer Soundtrack
  • Dialogsystem

Besonderheiten

  • monatliche Gebühren

 


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