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Artikel (Review)

Lead and Gold


Review: PC (getestet)

Blei und Gold, zwei Zutaten, die in fast jedem Western vorkommen. Dazu kommt ein Revolverheld, eine Trapperin, ein Sprengmeister und ein Hilfssheriff. Schon ist eine schlagkräftige Truppe zusammen und dem Showdown steht nichts mehr im Wege.

Bei Lead and Gold handelt es sich um einen kleinen, aber feinen Multiplayer-Shooter. Eine große Auswahl an Waffen, eine Charaktererstellung und jede Menge freispielbarer Gegenstände und Karten sollte man aber nicht erwarten, denn davon ist schlicht nichts vorhanden.



Vier glorreiche Halunken

Das Spielprinzip ist ganz einfach, eine Gruppe von Spielern treten online gegen eine weitere Truppe an, ein Team ist dabei rot, das andere blau. Man kann dem anderen Team das Gold klauen oder die Flagge erobern, um das Spiel zu gewinnen, ansonsten geht es weiter, bis die Zeit um ist und das Team mit den meisten Abschüssen gewinnt.
Der Spieler hat dabei die Wahl zwischen vier Charakteren, alle mit Vor- und Nachteilen. Da wäre der Revolverheld, bewaffnet natürlich mit einem Revolver. Der gute Mann schiesst schnell und ist am Besten im Nahkampf aufgehoben. Aber auch auf mittlerer Distanz macht er eine gute Figur. Ausschließlich für den Nahkampf taugt der Sprengmeister. Mit seiner zweiläufigen Schrotflinte macht er auf kurzer Distanz einen immensen Schaden, und wirft zudem noch mit Dynamitstangen um sich. Der Hilfssherrif hat ein Winchestergewehr, einen Repetierer dabei, der auch auf mittlerer Distanz noch gut trifft. Und auch eine Dame darf in unserem Quartett nicht fehlen, die Trapperin. Mit ihrem Scharfschützengewehr trifft sie ihre Gegner auf große Distanz und legt außerdem noch Bärenfallen aus, die Schaden machen, und den Gegner eine kurze Zeit festhalten.



Spiel mir das Lied vom Tod

Wie in Multiplayer Shootern eher unüblich sieht man hier seinen Charakter nicht in der Ego-, sonder in der Third-Person-Perspektive. Eine Ausnahme bildet die Trapperin, die beim Schiessen mit dem Gewehr natürlich stilecht durch ihr Zielfernrohr schaut.
Übrigens sollte man im Spiel mindestens als Zweierteam losziehen, da jeder Charakter durch seine Anwesenheit den anderen heilen kann, so stellt sich die Gesundhit schneller wieder her. Außerdem steigert die Anwesenheit eines Partners die Eigenschaften des eigenen Charakters, so hat man neben einem Sprengmeister eine bessere Panzerung, die Trapperin sorgt für mehr Schaden bei kritischen Treffern. Das sorgt zwangsläufig für Zusammenhalt in der Gruppe und steigert den Spielspaß enorm.



Lead and Gold hat mit seinen sechs Spielmodi einiges an Abwechslung zu bieten, was man bei den vier Charakteren und den Waffen vermissen dürfte. Dafür bietet das Spiel kurzweilige Unterhaltung und lässt sich ohne lange üben zu müssen, spielen. Die Grafik ist ok und auch der Sound passt zum Game. Lead and Gold hat einige nette Ideen, wie zum Beispiel der Bonus bei den Eigenschaften, wenn man als Gruppe agiert. Und, was am wichtigsten ist, es macht einfach Spaß. Da das Spiel weniger als 20.- Euro kostet, sollte man mal einen Schusswechsel riskieren, das Geld ist es allemal wert.

 

Geschrieben von: Bert Werner am 17.06.2010





  

Positiv

  • macht einfach Spaß

Negativ

  • nicht viele Optionen

 


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