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Artikel (Review)

Lego Harry Potter: Die Jahre 1-4


Review: PC, PS3, XBOX 360 (getestet)

Es dürfte nur sehr wenige Leute in Deutschland geben, die nicht irgendwann in ihrem Leben mal mit Lego in Kontakt gekommen sind. Und immer noch spielen die meisten Kinder mit den kreativen Steinen. Immer mal wieder hat sich Lego Lizenzen geschnappt und entsprechende Baukästen herausgebracht. Und eines Tages kamen auch die ersten Computerspiele dran. Und auch das erste Lego Harry Potter Game hat mittlerweile fast 9 Jahre auf dem Buckel. 2009 erschien mit Lego Creator Harry Potter der erste Titel für PCs. Hier ging es jedoch mehr darum, ein fertiges Hogwarts Castle mit dem nötigen Interieur auszustatten.

Später kam dann mit Lego Star Wars, Batman und Indiana Jones eine Spielereihe heraus, die witzig, abwechslungsreich und unkomplex zu spielen war. So war es dann auch nur eine Frage der Zeit, bis auch Harry Potter wieder neu aufgelegt wurde. Und wie der Titel schon sagt, behandelt das Spiel die ersten vier Schuljahre Potters, also eben die ersten vier Bücher bzw Filme. Denn das Spiel orientiert sich mehr an den Filmen, was dort weggelassen werden musste, findet man auch nicht im Spiel.



Die Eulenpost ist da

Gleich zu Beginn der Kampagne startet ein kleiner Film, und wer die Potter-Filme kennt, weiß, wie es losgeht. Hagrid bringt Harry als Baby zu seinen Pflegeeltern. Und die Szene ist eben wie im Film, nur eben mit den aus den anderen Lego-Games bekannten Gags aufgelockert. Und natürlich der Tatsache, dass es auch in diesem Lego-Spiel keine echte Sprache gibt. Aber das gehört ja mittlerweile dazu. Nach dem Einführungsfilm gehts ab in die Winkelgasse und nach einem weiteren Filmchen ist man auch schon in der bekannten Zaubererschule. Hier nimmt man am Unterricht teil, lernt Zaubersprüche und das Brauen von Tränken, und natürlich mit dem Besen zu fliegen. Auch Quidditch kommt natürlich vor. Wer sich auskennt, ahnt, was ihn noch erwartet, ein Troll im Mädchenklo, ein nächtlicher Spaziergang im verbotenen Wald und der abschließende Kampf gegen Professor Quirrell.
Und ist man damit fertig, ist ja erst das erste von vier Schuljahren beendet. Im zweiten Teil wartet dann schon Dobby zu Haus.



Hat jemand was gegen Klötzchengrafik ?

Das bezieht sich natürlich nur auf die Bausteine. Die Grafik ist äußerst gelungen und der aus den Filmen bekannte Soundtrack passt wunderbar zum Geschehen. Auch ist es sehr schön, dass die Figuren im Spiel nur ihr Lego Kauderwelsch sprechen, denn wären es nicht die Originalsprecher aus den Filmen, hätte das Spiel bei einer Synchronisation eine Menge an Atmosphäre verloren. Und die Atmosphäre kommt im Spiel wirklich gut rüber, man sollte allerdings auch die Filme gesehen haben, um der Handlung immer folgen zu können, auch gehen ansonsten eine Menge der Gags an einem vorbei, und das wäre sehr schade, denn die vielen Anspielungen sind echt klasse. Die Steuerung ist, wie auch schon bei den Vorgängern, unkompliziert und geht recht gut von der Hand.
Neben der Rahmenhandlung sammelt man natürlich wieder fleißig Legomünzen, schaltet zahlreiche Charaktere frei, die man im freien Spiel steuern kann, hilft Schülern, die gerade in Gefahr sind oder ärgert seine Mitschüler.



Im Team verzaubert

Wie schon aus den anderen Lego Spielen bekannt, lässt sich auch hier jeweils zwischen mehreren Charakteren hin und her schalten. In der Regel  sind das Harry, Hermine und Ron, aber immer wieder sind auch andere bekannte Figuren dabei, mal Hagrid oder gar sein Bluthund Fang. Auch kann jederzeit ein zweiter Spieler einsteigen und einen der Charaktere übernehmen. Entfernen sich beide Spieler zu weit voneinander, teilt sich der Bildschirm. Hat der zweite Spieler keine Lust mehr, steigt er einfach aus und die Figur wird wieder von der Konsole gesteuert.

Lego Harry Potter: Die Jahre 1-4 ist, wie auch schon die Vorgängerspiele, ein sehr unterhaltsames Game geworden. Hat man die Filme gesehen, wird man das Spiel um so mehr mögen, denn erst dann zünden viele der zahllosen Gags erst richtig. Durch die vier unterschiedlichen Handlungsstränge und die vielen Nebenaufgaben ist auch für genug Abwechslung gesorgt. Da bleibt eigentlich nur noch zu hoffen, dass die folgenden Schuljahre auch bald zu Lego Spiel-Ehren kommen, auch gern als eigenständige Games. Ich jedenfalls würde gern nachsitzen.

 

Geschrieben von: Bert Werner am 28.06.2010





  

Positiv

  • schöne Grafik und passender Soundtrack
  • viele Gags
  • unterhaltsame Cut-Scenes
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