Artikel (Review)
Singularity
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Review: PC / PS3 / XBOX 360 (getestet)
Activision hat einen neuen Ego-Shooter der Raven Studios auf den Markt geworfen. Und die Zutaten hören sich verdammt schmackhaft an. Verschwörungen, geheime Experimente, eine streng bewachte russische Forschungsstation und die kleine Nebensächlichkeit eines Zeitrisses. Hört sich nach einem leckeren Actionmenü an. Ob es auch mundet, zeigt unser Test, denn auch das Auge isst mit. Katorga-12 ist der Ort des Geschehens im Spiel Singularity. Katorga-12 ist eine geheimnisvolle Inselbasis, quasi das russische Gegenstück zu Area 51. Hier fanden in den 50er Jahren streng geheime Experimente statt, die bis in die heutige Zeit nachwirken. Ein Aufklärungstrupp soll Licht ins Dunkel bringen und macht sich mit Hubschraubern auf den Weg. Als die Soldaten in die Nähe der Insel kommen, gibt es jedoch eine gewaltige Explosion, und die Hubschrauber stürzen ab. Der Spieler übernimmt den Part von Nate Renko, einen der Überlebenden. ![]() Wer hat an der Uhr gedreht ? Das ist die Frage, denn die Zeit spielt auf Katorga-12 eine wichtige Rolle. Die Experimente in den 50er Jahren haben einen Riss im Raum-Zeit-Gefüge hinterlassen, der übel gelaunte Gegner auf uns schickt. Dazu kommen noch russische Elite-Soldaten, die uns an den Kragen wollen. Und zu Beginn haben wir nur ein Messer, aber schnell findet man die erste Schusswaffe, einen Revolver, zu dem später noch ein Sturmgewehr kommt. Dabei ist die Steuerung unkompliziert, und mit ähnlichen Spielen fast identisch. Alle Funktionen der Steuerung und Möglichkeiten der Waffen werden während des Spiels erklärt. Also machen wir uns auf die Suche nach dem Geheimnis der Experimente. ![]() Zeit zum Spielen Die Atmosphäre ist schön düster und blutig, Überall sieht man zerstörte Räume und jede Menge Leichen. Doch im nächsten Moment ist der Raum intakt und mit Leuten gefüllt, da hat uns das Zeitloch mal wieder ins Jahr 1955 versetzt, hier gilt es dann die nächste Aufgabe zu erfüllen, bevor es zurück in die Gegenwart geht. Als nächste dicke Wumme findet man neben einem Scharfschützengewehr den so genannten Seeker, ein Gewehr, dessen abgefeuerte Projektile sich noch im Flug lenken lassen und verheerenden Schaden anrichten. Aber das interessanteste Gerät kommt noch, der ZMG, ein Zeitmanipulationsgerät. Das wird kurzerhand von flinken Roboterarmen an unseren Unterarm geklöppelt und lässt sich mit auf der ganzen Insel auffindbaren Energiekapseln betreiben. Mit dem ZMG kann man, wie der Name schon sagt, die Zeit manipulieren. So kann man Gegenstände in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzen, so wird aus einer zerstörten Treppe beispielsweise wieder ein brauchbarer Aufgang. Andersrum funktioniert das Ganze aber auch und zerstört so manches tote oder lebende Objekt. Auch als Waffe lässt es sich einsetzen, und schleudert Gegner mit einem Impuls zurück. ![]() Nur nicht das Zeitliche segnen Außer den Energiekapseln für das ZMG sollte man auch jede Möglichkeit nutzen, Munition oder Erste-Hilfe-Packs einzusammeln, denn die braucht man ständig. Munition findet man einzeln oder auch in Kisten, die für alle Waffen entsprechenden Nachschub bereit halten. Hinweise zu den Geheimnissen der Insel findet man in allerlei Dokumenten, die man oft findet und lesen kann, in Audiodokumenten, die sich von Tonbandgeräten abspielen lassen oder auch durch Filmrollen, die man sich hin und wieder anschauen kann. So wird nach und nach klar, was sich vor einigen Jahrzehnten hier abgespielt hat. Grafisch kommt das Spiel dunkel und passend daher und auch die Soundkulisse sorgt für eine spannende Atmosphäre. Und es gibt durchweg gute, deutsche Sprecher, klasse. Fast unvermeidlich ist bei einem Spiel dieser Art in Deutschland leider die Freigabe, die es ohne ein paar Kürzungen erst gar nicht gegeben hätte. Aber wenn man das nicht vorher wüsste, würde es gar nicht auffallen, es spritzt immer noch reichlich Blut, es werden Köpfe abgeschossen oder Gliedmassen. Ein paar ganz krasse Effekte mussten halt dran glauben aber man merkt es dem Spiel nicht an. Singularity ist ein spannender Shooter mit einer packenden Story geworden. Anständige Grafik, ein gute Sound mit tollen Sprechern sorgen dafür, dass die Atmosphäre zum Spiel passt. Mit drei Schwierigkeitsgraden und einem zusätzlichen Multiplayermodus bietet das Game zudem genug Abwechslung. Und die netten Waffen, allen voran das ZMG, machen höllisch viel Spaß. Zwar gibt es freigabebedingt ein paar Schnitte, aber auf die sei von meiner Stelle gepfiffen, denn die merkt man im Spiel absolut nicht. Feuer frei.
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